| Das Blaubuch ist auch als praktischer Wegweiser für Kulturinteressierte des In- und Auslands gedacht, sagte Kulturstaatsminister Nida-Rümelin bei der Vorstellung. | |
Staatsminister Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, Beauftragter der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien (BKM), hat am 26.09.2001 in Berlin gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. Paul Raabe das "Blaubuch" national bedeutsamer Kultureinrichtungen in den neuen Ländern vorgestellt. Dies ist ein Verzeichnis der sogenannten kulturellen Leuchttürme in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Es wurde auf Veranlassung des BKM und in Abstimmung mit den Kulturministern der ostdeutschen Länder durch Professor Raabe, ehemaliger Direktor der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel und der Franckeschen Stiftungen in Halle, erarbeitet
Im "Blaubuch" sind 20 gesamtstaatlich bedeutsame Kultur-Stätten nach ihrer Priorität geordnet und detailliert beschrieben. Zehn dieser Einrichtungen fördert der Bund seit 1991. Im Anhang des rund 300 Seiten starken Blaubuchs werden weitere 20 sogenannte kulturelle Gedächtnisorte aufgeführt, zumeist Erinnerungsstätten an bedeutende deutsche Künstler.
Nida-Rümelin verwies in der Pressekonferenz darauf, dass es sich beim "Blaubuch" in der jetzigen Version um einen ersten Entwurf handele: "Wer sich für das Thema interessiert, ist eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen, wie das Verzeichnis der gesamtstaatlich bedeutsamen deutschen Kulturstätten aussehen soll." Bereits im kommenden Jahr solle dann das "Blaubuch" überarbeitet und um Bilder und Karten ergänzt erscheinen. Es sei auch als praktischer Wegweiser für Kulturinteressierte des In- und Auslands gedacht, um die die Gedächtnisorte in ihrer Einzigartigkeit als Orientierungspunkte und als weit über ihre Region hinaus strahlende kulturelle Marksteine kennenzulernen. "Ich würde es begrüßen, wenn das 'Blaubuch' perspektivisch zu einem Vademekum bedeutender kultureller Institutionen in ganz Deutschland würde und als Anregung für eine vergleichbare Liste herausragender Kulturinstitutionen im europäischen Raum verstanden wird," erklärte Nida-Rümelin.
Der Bund habe in den vergangenen zwölf Jahren erhebliche Mittel aufgewendet, um die kulturelle Substanz in den neuen Ländern zu sichern und zu erhalten. "Mit dem Leuchtturmprogramm und dem Programm 'Kultur in den neuen Ländern' leistet die Bundesregierung ihren Beitrag für die Kultur in den neuen Ländern, und dies in enger Zusammenarbeit mit ihnen", sagte der Kulturstaatsminister. Ein vitaler Kulturföderalismus brauche Konkurrenz, aber auch Kooperation - das Zusammenwirken von Bund, Ländern und Gemeinden in Ostdeutschland sei ein gutes Beispiel für erfolgreiche kulturpolitische Zusammenarbeit".
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Blaubuch als PDF im Anhang - Änderungen vorbehalten!