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50 Jahre Mauerbau

Am 13. August 1961 begannen Grenzpolizisten der DDR, mitten in Berlin eine Mauer zu errichten. Die schwer bewachte Sperranlage riss Familien, Freunde und Nachbarn auseinander. Fast dreißig Jahre lang spaltete sie die Stadt und ganz Deutschland in Ost und West. Rund um den 50. Jahrestag des Mauerbaus erinnern zahlreiche Veranstaltungen an die deutsche Teilung.

Passanten sehen in der Sebastianstraße (Westberliner Seite) Grenzsoldaten beim Mauerbau zu Mauerbau an der Sebastianstraße Foto: REGIERUNGonline

Die über 160 Kilometer lange Grenzanlage um West-Berlin sollte ebenso wie die innerdeutsche Grenze die Flucht der Menschen aus der DDR in den Westen verhindern.

West-Berliner winken in Berlin-Wedding in der Bernauer Straße ihren Familienangehörigen hinter der Mauer in Berlin-Ost zu Foto: REGIERUNGonline/Schütz

An ihr zerbrachen individuelle Lebenspläne und berufliche Karrieren ebenso wie Familien und Freundschaften. Versuche, die schwer bewachte Grenze zu überwinden, bezahlten viele Menschen mit dem Leben.

Fast drei Jahrzehnte lang galt die Mauer als Symbol der geteilten Welt. Wie kein anderes Bauwerk verdeutlichte sie den Konflikt zwischen Westmächten und dem Ostblock im Kalten Krieg. 

Programm rund um den 50. Jahrestag

Am 13. August 2011 jährt sich der Mauerbau zum fünfzigsten Mal. Einrichtungen in Berlin und an der früheren innerdeutschen Grenze erinnern aus diesem Anlass an die gewaltsame Teilung Deutschlands.

Am Programm beteiligen sich auch Museen und zentrale Gedenkstätten zur Erinnerung an die deutsche Teilung und das SED-Unrecht, die aus dem Haushalt des Kulturstaatsministers vom Bund gefördert werden. In Ausstellungen, Konferenzen und Diskussionsrunden widmen sie sich diesem Kapitel deutsch-deutscher Geschichte.

Zentrale Veranstaltung in der Gedenkstätte Berliner Mauer

Die zentrale Gedenkveranstaltung findet am 13. August 2011 in der Gedenkstätte Berliner Mauer statt. Sie ist der zentrale Ort für die Erinnerung an die Berliner Mauer und ihre Opfer.

An der Mauer spricht ein Mann (l.) aus dem Westteil mit Bauarbeitern aus dem Ostteil der Stadt. 13.08.1961: Mauerbau in Berlin Foto: REGIERUNGonline/Wolf

Entlang des ehemaligen Grenzstreifens an der Bernauer Straße dokumentiert sie in ihrer Dauerausstellung die Geschichte des Mauerbaus und informiert über die Auswirkungen der deutschen Teilung und des Ost-West-Konflikts. Dabei erinnert sie an die Fluchtbewegungen aus der DDR und bewahrt historische Orte sowie authentische Spuren.

Am 13. August wird die Gedenkstätte den zweiten Teil ihrer Außenausstellung auf dem ehemaligen Mauerstreifen an der Bernauer Straße eröffnen. Zum Jahrestag des Mauerbaus plant sie außerdem ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm mit Ausstellungen, Lesungen, Filmvorführungen und einem eigenen Kinderprogramm.

Weitere Veranstaltungen (Auswahl)

  • Ausstellung zu den Fluchtbewegungen

Zur Stiftung Berliner Mauer gehört auch die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde. Sie erinnert am historischen Ort an die rund 4 Millionen Menschen, die zwischen 1949 und 1990 die DDR in Richtung Bundesrepublik verließen. Rund 1,35 Millionen Menschen passierten dabei das Notaufnahmelager in Berlin-Marienfelde.

Anlässlich des Mauerbaus zeigt die Erinnerungsstätte vom 5. August bis 31. Dezember 2011 die Sonderausstellung Verschwunden und vergessen - Flüchtlingslager in West-Berlin.

  • Klein-Glienicke – Ort "Hinter der Mauer"

Durch den Mauerbau im Jahr 1961 entstand entlang des Ortes Klein-Glienicke einer der außergewöhnlichsten Grenzverläufe der DDR. Klein-Glienicke war wegen seiner grenznahen Lange zwischen Potsdam und Berlin Sperrgebiet. Die Stiftung Berliner Mauer zeigt in der Ausstellung "Hinter der Mauer", was diese Situation für die Einwohner des 500-Einwohner-Dorfes bedeutete.

Die Ausstellung Hinter der Mauer. Glienicke - Ort der deutschen Teilung in der Orangerie und dem Gewächshaus des Glienicker Schlosses ist vom 19. Juni bis 3. Oktober zu sehen.

  • Neue Dauerausstellung im Berliner "Tränenpalast"

Der  Berliner "Tränenpalast" war eine Grenzabfertigungsstelle am Bahnhof Friedrichsstraße. Die im Volksmund geläufige Bezeichnung "Tränenpalast" resultiert aus den Abschiedserfahrungen, die viele Menschen mit diesem Ort verbanden.

Am historischen Ort eröffnet die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ab September 2011 eine Dauerausstellung. Anhand von individuellen Biographien, Originalobjekten und Zeitzeugeninterviews beschreibt sie den deutschen Alltag angesichts von Teilung und Grenze. Ein Augenmerk der Ausstellung gilt zudem den wichtigsten Stationen im Vereinigungsprozess.

  • Zeitgeschichte aus verschiedenen Blickwinkeln

Bereits seit Anfang Mai zeigt das Deutsche Historische Museum die Ausstellung Über Leben. Die beiden Fotografen Thomas Hoepker und Daniel Biskup dokumentierten in ihren Bildern auf ganz unterschiedliche Weise das Zeitgeschehen zwischen Mauerbau und dem Ende des Kommunismus in Osteuropa.

  • Die Alliierten und die deutsche Teilung

Berlin war ein Brennpunkt im Konflikt zwischen den Westmächten und dem Ostblock. Das AlliiertenMuseum in Berlin eröffnet am 11. August 2011 die Sonderausstellung Wie ein Pulverfass! Berlin-Krise und Mauerbau.

Thematisiert werden die internationalen Dimensionen der Ereignisse rund um den Mauerbau vor fünfzig Jahren. Neben den Gipfeltreffen der ehemals mächtigsten Männer der Welt reflektiert die Ausstellung auch die Haltung der Westmächte zum Mauerbau und die Kuba-Krise. Eingebunden werden zudem alltagshistorische Aspekte und Biographien von Berlinern und alliierten Soldaten.

Mittwoch, 29. Juni 2011

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