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Duale Ausbildung

Auch im Ausland stark nachgefragt

Viele Länder weltweit interessieren sich für das deutsche Erfolgsmodell der dualen Ausbildung. Die "Zentralstelle für Internationale Bildungskooperation" unterstützt sie dabei, eine betriebliche Berufsausbildung in Zusammenarbeit mit deutschen Partnern aufzubauen.

Auszubildende HBS Elektrobau GmbH in Schleiz/Thüringen. Viele Azubis kommen aus Spanien, Rumänien oder Ungarn. Duale Ausbildung in Deutschland - ein international gefragtes Modell Foto: Burkhard Peter

Die neue Anlaufstelle wurde auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung beim Bundesinstitut für Berufliche Bildung (BIBB) angesiedelt. Hier werden künftig alle internationalen Berufsbildungskooperationen zusammengeführt.

Das internationale Interesse am deutschen Berufsbildungssystem ist enorm gestiegen. Daher ist es hilfreich, wenn der Informationsaustausch über die Aktivitäten von Unternehmen, DIHK-Außenstellen und Außenhandelskammern gut koordiniert wird. 

Jugendarbeitslosigkeit in der EU bekämpfen

"Deutschlands duales Ausbildungssystem ist wegen seiner guten Verbindung von Theorie und Praxis in der ganzen Welt gefragt. Mit der Zentralstelle bauen wir dauerhafte Strukturen für die internationale Bildungskooperation auf. Dadurch können wir gemeinsam zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa beitragen und die Ausbildung von Fachkräften weltweit fördern", sagte Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im BMBF.

In den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) sind rund 5,6 Millionen junge Menschen arbeitslos. In Deutschland sind Ausbildungsstellen nicht besetzt und Unternehmen suchen nach qualifizierten Mitarbeitern. Viele deutsche Unternehmen produzieren aber auch im Ausland, wobei es schwer ist, entsprechend qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Deshalb engagieren sich zahlreiche deutsche Unternehmen für die berufliche Bildung im Ausland.

Information und Beratung aus einer Hand

In den vergangenen Jahren haben sich EU- und auch weltweit immer mehr Staaten bei Reformen der beruflichen Bildung am deutschen System orientiert. Um dabei Unterstützung zu leisten, beschloss die Bundesregierung am 3. Juli 2013 das Strategiepapier "Internationale Berufsbildungskooperation aus einer Hand".

Die neue Zentralstelle soll den Informationsaustausch von beteiligten Unternehmen, Außenhandelskammern und weiteren Partnern unterstützen. Die Partner werden fachlich beraten. Außerdem sollen bilaterale Kooperationsprojekte in der beruflichen Bildung aufgebaut und neue Projekte angestoßen werden. Nicht zuletzt geht es darum, erfolgreiche Beispiele guter Zusammenarbeit weiter zu verbreiten.

Zunächst entstehen bilaterale Arbeitsgruppen mit Griechenland, Portugal, der Slowakei und Spanien. In einem ersten Schritt werden Leuchtturmprojekte identifiziert: Das sind zum Beispiel Betriebe, die sich bereits in der Ausbildung junger Menschen engagieren. Zugleich werden Bildungseinrichtungen gesucht, die für die theoretische Ausbildung geeignet sind.

Runder Tisch koordiniert

Welche Standards muss die Berufsausbildung außerhalb Deutschlands haben? Wie können Ausbildungselemente in Betriebsabläufe außerhalb Deutschlands integriert werden? Wie können Betriebe oder Bildungsträger für die Berufsausbildung nach deutschem Vorbild gewonnen werden?

Ein "Runder Tisch" hilft, die Aktivitäten in der bilateralen internationalen Berufsbildungszusammenarbeit abzustimmen. Mit dabei sind Vertreter aus beteiligten Bundesministerien, den Kammern, dem Bundesinstitut für Berufsbildung und den Bundesländern. Sie diskutieren, wie vergleichbare Bildungsstandards entwickelt werden können. Hier wird auch überlegt, mit welchen Kampagnen in den Partnerländern für eine betriebsnahe Berufsbildung geworben werden kann.

Donnerstag, 12. September 2013

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