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Europa-Bürgerdialog

Demokratie in der EU – brauchen wir Reformen?

Europa kann seine Werte in einer globalisierten Welt nur gemeinsam behaupten. Die Europäische Union braucht mehr Transparenz und Demokratie. Zu diesem Schluss kamen die Teilnehmer des 5. EU-Bürgerdialogs in Bonn.

Engagiert dabei: viele Jugendliche EU-Bürgerdialog in Bonn Foto: Barbara Frommann

300 Bürgerinnen und Bürger diskutierten mit Vertretern des Europäischen Parlaments, der Bundesregierung und der EU-Kommission im Bonner Wasserwerk über die Zukunft Europas: Wie kann die Bevölkerung stärker in die Entscheidungsprozesse der EU eingebunden werden? Brauchen wir mehr Transparenz? Oder gar institutionelle Veränderungen?

"Europa ist nicht nur Sache der Politiker, sondern der Bürgerinnen und Bürger", begrüßte der Bonner Bürgermeister Joisten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Mit dabei: die Europaabgeordneten Jan Philipp Albrecht (Bündnis 90/Die Grünen), Tobias Händel (Die Linke), Birgit Sippel (SPD) und Axel Voss (CDU). Die Bundesregierung war durch Arndt Freiherr Freytag von Loringhoven vom Auswärtiges Amt vertreten, die EU-Kommission durch Stephan Koppelberg.

Europa bleibt attraktiv

Einig waren sich alle, dass Europa seine Werte in einer globalisierten Welt nur gemeinsam behaupten kann. Das Modell Europa ist attraktiv für die Menschen.

Die Frage, wie Deutschland die Zukunft in Europa sehe, beantwortete von Loringhoven: "Die Bundesregierung will die Prinzipien der Subsidiarität einhalten, sie will föderale Strukturen und ein Mehr an Europa in der Wirtschafts- und Außenpolitik."

Koppelberg betonte, dass die Errungenschaften der EU in anderen Ländern viel mehr wahrgenommen und geschätzt würden als in der EU selbst. Frieden und Freiheit sind für die Menschen in der EU zur Selbstverständlichkeit geworden. "Die vielen Kleinigkeiten, über die wir uns in der EU ärgern, lassen uns oft den Blick auf das Große und Ganze verlieren. Der Friedensnobelpreis hat dazu geführt, dass wir daran erinnert werden."

25. Mai - Europawahl

Ein wichtiges Ereignis 2014 ist die Europawahl am 25. Mai. Viele Jugendliche dürfen zum ersten Mal wählen. Besonders erfreulich deshalb: Mehr als 120 Jugendliche aus fünf Bonner Schulen nahmen an der Veranstaltung teil. Sie zeigten damit, dass ihnen Europa wichtig ist. Aber auch an alle anderen richtete Händel die Bitte: "Bleibt nicht auf dem Sofa sitzen, wenn Europawahl ist."

Fazit des Dialogs: Die Europapolitik ist eine große Herausforderung - für alle.

Die Veranstaltung in Bonn war die fünfte in der Reihe der EU-Bürgerdialoge zu aktuellen europapolitischen Themen. Aufgrund der großen Resonanz wird die Reihe 2014 in Hamburg und Halle fortgesetzt.

Freitag, 29. November 2013

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