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Deutsches Auswandererhaus erweitert

Über Bremerhaven brachen Millionen Menschen ins Ausland auf. Ihre Geschichte steht im Mittelpunkt des Deutschen Auswanderhauses. Im neuen Erweiterungsbau widmet sich das Museum nun auch der Einwanderung nach Deutschland.

Fassade des Deutschen Auswandererhauses in Bremerhaven Deutsches Auswandererhaus Foto: DAH/Werner Huthmacher

Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat gestern den Erweiterungsbau des Deutschen Auswandererhauses in Bremerhaven eröffnet.

"Auf 1.000 Quadratmetern werden jetzt lebensnah und packend anhand von Einzelschicksalen auch 300 Jahre Einwanderung nach Deutschland gezeigt", freute sich Neumann. Dies sei – so der Staatsminister - ein wichtiger Beitrag zur Integration.

Herzstücke der Ausstellung im neuen Erweiterungsbau sind eine Ladenzeile und ein Kino aus den 70er Jahren. Ausgewählte Objekte erzählen dort die Lebensgeschichten jener fünfzehn Menschen, deren Biographien im Mittelpunkt des neuen Ausstellungskomplexes stehen.

Die Dauerausstellung zur Auswanderung widmet sich den großen Emigrationsbewegungen nach Übersee. Über Bremerhaven wanderten zwischen 1830 und 1974 über 7 Millionen Menschen aus. Auch hier sind es die Lebenswege Einzelner, die vom Aufbruch in der alten Heimat bis zur Ankunft in der Neuen Welt in der Ausstellung verfolgt werden können.

Einziges Museum zum Thema "Migration"

Als einziges Museum in Deutschland – und als größtes seiner Art in Europa – widmet sich das Auswandererhaus damit dem Thema Migration. Ein Schwerpunkt, der auf großes Publikumsinteresse stößt: Jedes Jahr besuchen über 200.000 Menschen das Museum. Die gelungene museale Aufbereitung des Themas brachte dem Auswandererhaus 2007 den "European Museum oft he Year Award" ein.

Das Deutsche Auswandererhaus habe sich in den sieben Jahren seines Bestehens einen ausgezeichneten Ruf erworben und wesentlich zur Steigerung der kulturellen Attraktivität Bremerhavens beigetragen, gratulierte Neumann dem Museum zu diesen Erfolgen.

Erweiterungsbau vom Bund gefördert

Seit seiner Eröffnung wird das Deutsche Auswandererhaus privatwirtschaftlich betrieben. Entstanden ist es in Zusammenarbeit von öffentlicher und privater Hand.

An den Kosten des Erweiterungsbaus haben sich der Bund und das Land mit jeweils 2 Millionen Euro beteiligt. Die private Betreibergesellschaft hat 500.000 Euro beigesteuert.

Sonntag, 22. April 2012

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