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Mittwoch, 12. Dezember 2012

Interview

"So kann es weitergehen"

Interview mit:
Annette Schavan
Quelle:
Schweriner Volkszeitung

Deutsche Grundschüler haben bei den jüngsten Vergleichsstudien gut abgeschnitten. Bundesbildungsministerin Annette Schavan spricht im Interview mit der Schweriner Volkszeitung über die Ergebnisse von IGLU und TIMSS.

Schweriner Volkszeitung (SVZ): Wie bewerten Sie die Ergebnisse der Studien?

Annette Schavan: Die Analyse zeigt, dass unsere Grundschulen gut arbeiten. Wir sind auf dem richtigen Weg. Besonders positiv ist, dass Integration über Bildung immer besser gelingt. So kann es weitergehen.

SVZ: Deutsche Grundschüler sind zwar gut, aber nicht spitze. Reicht das im internationalen Vergleich?

Schavan: Wir müssen den eingeschlagenen erfolgreichen Weg konsequent fortsetzen. Natürlich müssen Lehrpläne und Unterricht weiterentwickelt werden. Wir müssen vor allem diejenigen noch stärker ansprechen und fördern, die im unteren Kompetenzbereich sind und schlechtere Leistungen bringen.

SVZ: Ist das ein wenig Balsam auf die durch die schlechten Ergebnisse der Pisa-Studie geschundene Seele?

Schavan: Ja, die Ergebnisse der Studien zeigen jetzt, dass die Vereinbarungen und Maßnahmen wirken, die nach der ersten Studie auf den Weg gebracht worden sind.

SVZ: Sind es vor allem die Schüler oder die Lehrer, die besser geworden sind?

Schavan: Wir haben viele gute engagierte Lehrer. Ihnen gebührt unser erster Dank. Und es gibt viele Schulen, die ihre Aufgaben ernst nehmen und in den vergangenen Jahren auch intern viele Reformen vorangetrieben haben. Das ist gut gelungen. Lernkultur, neue Impulse und Engagement können nicht nur von oben kommen.

SVZ: Kinder mit Migrationshintergrund holen auf.

Schavan: Das ist das erfreulichste Ergebnis. Die Fortschritte von Schülern mit Migrationshintergrund sind ein ganz wichtiger Erfolg. Bildung ist der Schlüssel zur Integration. Gute Leistungen und gute Noten sind ein Ansporn auch für andere Schüler mit Migrationshintergrund. Diese Entwicklung macht Mut.

Das Interview führte Andreas Herholz für die Schweriner Volkszeitung.

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