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Montag, 21. Januar 2013

Westerwelle zu Mali

"Wir lassen Mali nicht im Stich"

von:
Guido Westerwelle
Quelle:
Bild am Sonntag

Bundesaußenminister Guido Westerwelle kündigt in seinem Gastkommentar in der Bild am Sonntag finanzielle Unterstützung für die afrikanischen Staaten an, die Soldaten nach Mali entsenden.

In Mali sind Hunderttausende auf der Flucht vor der Brutalität islamistischer Terroristen. Dieser Terrorismus ist eine Bedrohung für Afrika, aber auch für Europa. Mali darf keine Heimstatt des Weltterrorismus werden.

Deutschland engagiert sich entschlossen im Kampf gegen den Terrorismus, politisch und militärisch: in Afghanistan, im Mittelmeer, am Horn von Afrika.

Natürlich sind in Afrika in erster Linie die Afrikaner am Zug. Doch die malische Armee ist noch schwach, westafrikanische Truppen müssen erst einrücken. Deshalb danken wir Frankreich, das militärische Nothilfe geleistet hat, als die Existenz Malis auf dem Spiel stand.

Jetzt geht es darum, Mali und die Afrikaner zu befähigen, die Terroristen zu besiegen. Die europäische Mission zur Schulung der Armee Malis sollte so schnell wie möglich beginnen. Deutschland wird dafür Ausbilder schicken und westafrikanische Truppen nach Mali transportieren.

Und: Die afrikanischen Truppensteller brauchen finanzielle Unterstützung. Auf der Geberkonferenz in Addis Abeba Ende des Monats wird Deutschland auch dabei seiner Verantwortung gerecht werden.

Jetzt afrikanische Fähigkeiten stärken, heißt auch, unsere französischen Freunde zu entlasten. Wir dürfen Afrika nicht im Stich lassen. Sonst werden Afrikas Probleme unsere Probleme.

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