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Ausstellung

100 Jahre Nofretete

Vor hundert Jahren entdeckten deutsche Archäologen im ägyptischen Tell el-Amarna die Büste der Nofretete. Das Neue Museum in Berlin widmet ihr und der Amarna-Ära eine große Ausstellung. Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat sie eröffnet.

Büste der Nofretete im Neuen Museum Büste der Nofretete Foto: Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Achim Kleuker

Am 6. Dezember 1912 machte der deutsche Archäologe Ludwig Borchardt die wohl wichtigste Entdeckung seiner Laufbahn: Er fand die Büste der Nofretete aus dem 14. Jahrhundert vor Christus.

Die Grabungen in den Ruinen der altägyptischen Stadt Achet-Aton waren insgesamt außerordentlich erfolgreich. Neben der berühmten Darstellung der ägyptischen Königin konnten der Forscher und sein Team fast 100.000 Objekte bergen.

Genau einhundert Jahre danach feiert Berlin dieses Jubiläum. Unter dem Titel "Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete" präsentiert das Neue Museum nicht nur das antike Bildnis der Königin, sondern auch Werke aus ihrem historischen Umfeld.

Die Schau blättere ein faszinierendes und lebendiges Kapitel Forschungs- und Kulturgeschichte auf, das Ägypten und Deutschland miteinander verbinde, erklärte Kulturstaatsminister Bernd Neumann in seiner Eröffnungsrede.

Botschafterin ägyptischer Kultur und Geschichte

Kulturstaatsminister Neumann und Friederike Seyfried, Direktorin Ägyptisches Museum, bei der Ausstellungseröffnung 'Im Licht von Amarna'. Bild vergrößern Kulturstaatsminister Bernd Neumann und die Direktorin des Ägyptischen Museums, Friederike Seyfried Foto: Bundesregierung/Steins

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die weltberühmte Nofretete-Büste. 1924 wurde sie erstmals der Öffentlichkeit präsentiert - und zwar ebenfalls auf der Museumsinsel in Berlin.

Die Nofretete sei unzweifelhaft und zurecht im Eigentum der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, betonte der Kulturstaatsminister. Dazu gäbe es umfassende Belege, so Neumann. Kunstwerke seien Teil eines universellen Welterbes der Menschheit, die – egal wo sie sich befänden – möglichst vielen Menschen zugänglich gemacht werden sollten.

Inzwischen sei das Kunstwerk ein Wahrzeichen der Museumsinsel als einzigartigem Ort der Weltkulturen. Die Büste sei hier, in Berlin, zum Teil des kulturellen Erbes der Menschheit geworden. Und zu einer herausragenden Botschafterin der ägyptischen Geschichte und Kultur, freute sich Neumann.

Entdeckungsreise ins alte Ägypten

Neben einem Blick auf die schöne Königin vermittelt die Ausstellung ein anschauliches Bild des städtischen Alltagslebens im alten Ägypten. Viele der gezeigten Keramiken, Schmuckstücke und Statuenfragmente wurden eigens für die Ausstellung aufgearbeitet.

Glaubens-, Wohn- und Arbeitswelten der altägyptischen Metropole erleben Besucherinnen und Besucher in Videoinstallationen. Oder durch das Studium originaler Grabungstagebücher und Relikte aus Ton und Sandstein.

Ein der Hauptattraktionen der Ausstellung ist die restaurierte Büste des Pharaos Echnaton. Sein Bildnis fanden die Archäologen ebenfalls bei den Ausgrabungen von Amarna. Allerdings war es in mehrere Stücke zerbrochen und die Oberfläche an vielen Stellen zerstört. In Zusammenarbeit mit dem Imaging-Science-Institute (Siemens) an der Charité und der TU Berlin konnte für die Ausstellung eine exakte Replik hergestellt werden.

Unter den gezeigten Werken sind neben noch nie präsentierten und neu restaurierten Funden aus dem Berliner Bestand auch Leihgaben aus dem Metropolitan Museum of Art in New York, dem Louvre in Paris, dem British Museum sowie dem Petrie Museum of Egyptian Archaeology in London.

Die Ausstellung "Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete" wird vom 07. Dezember 2012 bis 13. April 2013 im Neuen Museum, Museumsinsel Berlin, gezeigt.

Freitag, 7. Dezember 2012

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