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Rente

2012 weniger Rentenbeitrag

Zum 1. Januar 2012 sinkt der Beitragssatz in der allgemeinen Rentenversicherung um 0,3 Prozent auf 19,6 Prozent. 2011 lag der Beitragssatz bei 19,9 Prozentpunkten des Arbeitsentgelts. Arbeitnehmer und Arbeitgeber werden um jeweils 1,3 Milliarden Euro entlastet.

Kleiner Junge, jüngere und ältere Frau sehen sich gemeinsam beschriebene Seiten an Gesicherte Renten - Gut für alle Foto: REGIERUNGonline / Rebekka Brather

Das Bundeskabinett hat die Beitragssatzverordnung 2012 beschlossen. Der Bundesrat hat der Senkung des Rentenbeitragssatzes zugestimmt.

Mehr Geld in der Haushaltskasse

Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen im kommenden Jahr niedrigere Beiträge für die Rentenversicherung. Bei den Arbeitnehmern steigt das verfügbare Einkommen, bei den Arbeitgebern sinken die Arbeitskosten.

Auch die öffentlichen Kassen werden entlastet. Bund, Länder und Gemeinden müssen weniger Beiträge für ihre Beschäftigten zahlen. Der Bund spart aber auch in seinen Zuwendungen an die Rentenversicherung: durch niedrigere Beiträge für Kindererziehungszeiten und eine Senkung des allgemeinen Bundeszuschusses.

Durch die Absenkung des Beitragssatzes in der allgemeinen Rentenversicherung werden der Bund um rund 740 Millionen Euro, die Länder um rund 30 Millionen und die Kommunen um rund 60 Millionen Euro entlastet.

Rentenversicherung im Plus

Durch die gute wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im vorigen Jahr waren die Beitragseinnahmen der Rentenversicherungskassen entsprechend hoch.

Das Verfahren zur Festsetzung für die Höhe des Beitragssatzes in der allgemeinen Rentenversicherung ist im Sozialgesetzbuch VI festgelegt: Der Beitragssatz muss gesenkt werden, wenn die Nachhaltigkeitsrücklage 1,5 der Monatsausgaben für die Rentenzahlung überschreitet. Wenn die Rücklage hingegen unter die Grenze von 0,2 Prozent der Monatsausgaben sinkt, muss der Beitragssatz erhöht werden. Die Nachhaltigkeitsrücklage ("Schwankungsreserve") wird von den Trägern der allgemeinen Rentenversicherung gebildet. In diese Nachhaltigkeitsrücklage werden die Überschüsse der Einnahmen – das sind die Beiträge – über die Ausgaben – das sind die Rentenzahlungen – zugeführt. Aus der Rücklage müssen auch Defizite gedeckt werden.

Freitag, 16. Dezember 2011

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