Navigation und Service

Inhalt

Forschung und Entwicklung

3-Prozent-Zielmarke in Sicht

Die Ausgaben von Bund, Ländern und Wirtschaft für Forschung und Entwicklung sind auf 2,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gestiegen. Damit ist das Ziel der Bundesregierung, eine Quote von 3 Prozent, in greifbare Nähe gerückt.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin arbeitet im Forschungslabor Investitionen in Forschung und Entwicklung Foto: Maro/version-foto.de

"Die erfreulichen Zahlen zeigen: Die öffentliche Hand und die Wirtschaft haben auch in der Krise in die Zukunft investiert", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan: "Forschung und Entwicklung sind Deutschlands wichtigste Ressourcen. Nur dadurch können wir Wachstum erreichen und unseren Wohlstand sichern. Deshalb ist es ein zentrales Ziel der Bundesregierung, mit Programmen wie der Hightech-Strategie die Bedingungen für Investitionen der Wirtschaft in Forschung und Entwicklung noch attraktiver zu gestalten. Auf diesem Weg haben wir erhebliche Fortschritte gemacht."

Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hat im Auftrag des Bundesforschungsministeriums die aktuellen Zahlen über eine Unternehmensbefragung ermittelt. 2009 hat die deutsche Wirtschaft 55,9 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung (FuE) investiert. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt beträgt die Quote der Wirtschaft 1,87 Prozent.

Zusammen mit den staatlichen Aufwendungen beläuft sich die Quote auf 2,78 Prozent. Damit nähert sie sich dem Ziel an, bis 2015 drei Prozent des Bruttoinlandprodukts in Forschung und Entwicklung zu investieren. Dieses Ziel hatten die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder am 15. Dezember auch noch einmal bekräftigt. 

Hohes Wachstum soll weitergehen

Für 2010 planen die Unternehmen, das hohe Wachstum ihrer FuE-Investitionen aus den Jahren vor der Krise fortzuführen. Der Stifterverband geht auf Grundlage der Unternehmensangaben von einem Plus von 4,6 Prozent aus. Der Verband erwartet, dass gleichzeitig die Zahl der Arbeitsplätze im FuE-Bereich um etwa 10.000 wächst. Im Jahr 2010 wären damit in Unternehmen hierzulande 340.000 Personen in FuE beschäftigt, 36.000 mehr als im Jahr 2005.

Auch der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, stellt der aktuellen Innovationspolitik ein gutes Zeugnis aus. Nach dem neuen Innovationsreport wollen 59 Prozent aller innovationsaktiven Betriebe hier ihre Anstrengungen steigern.

Dennoch gebe es aus Sicht der Unternehmen noch erhebliche strukturelle Defizite, unterstrich der DIHK-Präsident: "Vor allem der zunehmende Mangel an geeigneten Spezialisten und Forschern wird zu einem gravierenden Innovationshemmnis". Für 61 Prozent der Unternehmen habe der Ausbau der Fachkräftebasis höchste Priorität für Forschung und Entwicklung „made in Germany“.

Dienstag, 21. Dezember 2010

Seitenübersicht

Beiträge