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Studienfinanzierung

Bafög wird 40

Dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, kurz Bafög, verdanken mehrere Millionen Menschen Beruf und Existenz: Seit 1971 ermöglichen die Bafög-Stipendien gleiche Bildungschancen für alle.

Studenten an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt sitzen in einem Hörsaal. Viele Studenten beziehen Bafög Foto: picture-alliance/ZB

Als das Bafög am 1. September 1971 in Kraft trat, war das ein Fortschritt in Richtung Gerechtigkeit. Bis zu dieser Zeit hatten es Kinder armer Leute schwer, ein Studium aufzunehmen. Zu dringend war die Notwendigkeit, nach dem Schulabschluss eigenes Geld zu verdienen – die Universität war damit oft den Wohlhabenden vorbehalten.

Aufstieg dank Bildung

Doch dann kam das Bafög und mit ihm die Chance auf Bildung. Rund vier Millionen Menschen, schätzt das Deutsche Studentenwerk (DSW), konnten seitdem allein dank Bafög studieren. DSW-Präsident Rolf Dobischat bezeichnet das Bafög als tragende Säule der Studienfinanzierung: „Es ist das stärkste und wichtigste Instrument für Chancengleichheit und Aufstieg durch Bildung.“

Bundesregierung investiert

Die Bundesregierung will berechtigte Auszubildende und Studierende weiter unterstützen:  „Mit dem Bafög investieren wir in die Zukunft“, sagt Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Der Bund werde auch künftig in qualifizierte Fachkräfte investieren. Knapp drei Milliarden Euro von Bund und Ländern seien beim Bafög gut angelegt.

Die Nachfrage nach Bafög-Stipendien ist weiter hoch: Allein 2010 haben laut Statistischem Bundesamt  592.000 Studierende Bafög erhalten – 42.000 mehr als im Vorjahr. 40 Prozent der Geförderten erhielten den Höchstsatz von monatlich 670 Euro. Der durchschnittliche monatliche Förderbetrag lag 2010 bei 436 Euro.

Stipendium für Höchstleistungen

Neben Bafög und Bildungsdarlehen fördert die Bundesregierung auch weitere Stipendien. So sollen herausragende Leistungen honoriert oder talentierte Studenten zusätzlich motiviert werden.

Ein Beispiel ist das Deutschlandstipendium: Der Studieren erhält im Monat 300 Euro. Das Stipendium wird je zur Hälfte vom Staat und privaten Geldgebern finanziert. Das Einkommen der Eltern spielt bei der  Vergabe keine Rolle. Zum Sommersemester 2010 wurden die ersten Deutschlandstipendien vergeben. Die Universität Augsburg verteilte 37 Stipendien, die TU Dresden 38, die Hochschule Coburg 16, die Hochschule Hof 11 und die Berliner Charité 16.

Für ein solches Stipendium können sich Studierende selbst bewerben. Wichtiger Gesichtspunkt bei der Vergabe sind die Noten in Abitur und Studium. Auch das soziale oder politische Engagement der Bewerberinnen und Bewerber spielt eine Rolle. Das Stipendium wird jeweils für ein Jahr vergeben. Wiederbewerbungen sind möglich.

Bildungsdarlehen

Auch mit einem Bildungskredit von der KfW-Bankengruppe kann ein Studium gefördert werden. Auf Antrag gibt es bis zu 650 Euro monatlich und das 14 Semester lang.

Donnerstag, 15. September 2011

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