Navigation und Service

Inhalt

Arbeitsmarkt

Beschäftigung weiter auf Höchststand

In Deutschland sind fast 42 Millionen Menschen erwerbstätig. Das ist ein neuer Höchststand. Allerdings gibt es im Winter auch mehr Arbeitslose. Mit 6,7 Prozent liegt die Arbeitslosenquote im Dezember 2012 aber nur geringfügig höher als im Vorjahr.   

Zwei Daimler-Mitarbeiter montieren in Stuttgart im Mercedes-Benz-Werk Untertürkheim einen Motor Arbeitsministerin von der Leyen: "2012 war ein starkes Jahr am Arbeitsmarkt" Foto: picture alliance / dpa

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben im Vorjahresvergleich weiter zugenommen. Der Arbeitsmarkt ist robust. 

Erwerbstätigkeit auf höchstem Stand seit 1991 

Im November 2012 ist die Zahl der Erwerbstätigen auf 41,94 Millionen gestiegen. Das sind 245.000 mehr als vor einem Jahr. Die Erwerbstätigkeit hat seit 1991 kontinuierlich zugenommen, damals waren 38,77 Millionen Menschen im Arbeitsmarkt. 

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst in allen Bundesländern -  mit Ausnahme von Sachsen-Anhalt. Im Oktober 2012 waren 29,44 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 406.000 Personen mehr als im vergangenen Jahr. In den meisten Branchen waren mehr Menschen beschäftigt, vor allem bei den Wirtschaftlichen Dienstleistungen (ohne Zeitarbeit), im Verarbeitenden Gewerbe und im Gesundheits- und Sozialwesen.

In schwierigem Umfeld behauptet

Für Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen war 2012 ein starkes Jahr am Arbeitsmarkt: mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit seit 1991 und einer Erwerbstätigkeit auf höchstem Stand seit der Wiedervereinigung. "Und die Beschäftigungsentwicklung hatte Qualität", so die Ministerin. Der Anstieg bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung sei nämlich besonders stark gewesen.

"Experten sagen uns für 2013 eine konjunkturelle Delle voraus", so von der Leyen. Die Chancen stünden aber gut, dass der Arbeitsmarkt weiter robust reagiere. "Das Umfeld wird schwieriger, aber wir sind gut gewappnet."

Die Bundesagentur für Arbeit habe für das neue Jahr einen guten Puffer an Mitteln, um Arbeitslose wieder in Beschäftigung zu bringen und Unternehmen in Schwächephasen bei Kurzarbeit zu unterstützen. "Wir beobachten die weitere Entwicklung genau und können schnell und zielgerichtet reagieren", sagte die Ministerin.

Arbeitslosigkeit leicht gestiegen 

Im Dezember 2012 waren 2.840.000 Menschen arbeitslos. Gegenüber November 2012 ist die Zahl der Arbeitslosen um 88.000 Personen gestiegen. Die Arbeitslosenquote ist damit um 0,2 Prozentpunkte auf 6,7 Prozent gewachsen. Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit im Dezember ist nicht ungewöhnlich. Er fiel in diesem Jahr aber etwas stärker aus als in den vergangenen Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr waren 60.000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. 

Auf dem Arbeitsmarkt ist unabhängig von der wirtschaftlichen Lage viel Bewegung. So meldeten sich im Dezember 657.000 Menschen bei einer Arbeitsagentur oder einem Jobcenter arbeitslos, während gleichzeitig 568.000 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 

Die Dezemberwerte zum Arbeitsmarkt seit Einführung des SGB II (Hartz IV) in 2005. 2005: 4.606.062, 2006: 4.007.559, 2007: 3.406.371, 2008: 3.102.085, 2009: 3.275.526, 2010: 3.015.715, 2011: 2.780.206 und im Dezember 2012 betrug die Arbeitslosigkeit Bild vergrößern Grafik Arbeitslosenzahlen im Dezember Foto: Bundesregierung/BA

Nachfrage nach Arbeitskräften auf hohem Niveau 

Arbeitgeber sind mit Neueinstellungen zwar vorsichtig, dennoch werden Arbeitskräfte gesucht. Im Dezember waren 421.000 Arbeitsstellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet. Das sind 47.000 weniger als vor einem Jahr. Von den gemeldeten Stellen waren 88 Prozent sofort zu besetzen.

Besonders gesucht sind zurzeit Fachleute in den Bereichen Mechatronik, Energie und Elektro, Metall, Maschinen- und Fahrzeugbau, Verkehr und Logistik. Weiterhin wird Personal gesucht in der Zeitarbeit, im Groß- und Einzelhandel, der Bauinstallation, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im öffentlichen Dienst und in der Gastronomie. 

"Der Arbeitsmarkt reagierte auch zum Jahresende robust auf die wirtschaftliche Eintrübung. Spuren sind aber sichtbar", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, bei der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Donnerstag, 3. Januar 2013

Seitenübersicht

Beiträge