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Arbeitsmarkt

Beschäftigungsaufschwung robust und dynamisch

Immer mehr Menschen in Deutschland haben Arbeit. Der Beschäftigungsaufschwung zeigt sich robust und gewinnt zunehmend an Stärke. Der bisherige Höchstwert mit 40,3 Millionen Beschäftigten im Oktober 2008 wurde im Spätsommer dieses Jahres fast wieder erreicht. Erkennbar ist zugleich ein Strukturwandel auf dem Arbeitsmarkt.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen hat dem Bundeskabinett über aktuelle Entwicklungen und künftige Herausforderungen am Arbeitsmarkt berichtet.

Erfreulich ist, dass immer mehr Erwerbstätige sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind. Schon im Sommer dieses Jahres lag die Zahl bei 27,6 Millionen, was den Wert vor der Krise bereits übertrifft. Auch die Vollzeitbeschäftigung steigt dabei an. Zugleich sind so wenig Menschen arbeitslos wie zuletzt Anfang der 90-er Jahre.

Demografie und Strukturwandel prägen künftig Arbeitsmarkt

Der Aufschwung am Arbeitsmarkt sei kein Zufallsprodukt, sondern Ergebnis richtiger Arbeitsmarktreformen sowie eines klugen und vorausschauenden Krisenmanagements, sagte von der Leyen.  "Es bleiben jedoch große Herausforderungen bestehen. Demografie und Strukturwandel prägen den Arbeitsmarkt der Zukunft."  Das inländische Potenzial müsse stärker genutzt werden. Menschen, die in der Ausbildung seien oder Arbeit suchten, müssten gezielt für nachgefragte Berufe qualifiziert werden.

Von der Leyen: "Wo durch diese Anstrengungen die Fachkräftelücke nicht geschlossen werden kann, ist eine klug gesteuerte Zuwanderung von Fachkräften notwendig, die die richtigen Qualifikationen mitbringen und in den einzelnen Branchen und Regionen dringend gebraucht werden.“

Mit Kurzarbeit die Krise gemeistert  

Die Unternehmen sind für den Aufschwung gut aufgestellt, denn sie haben ihre Beschäftigten dank Kurzarbeit in der Krise halten können. Inzwischen ist die Kurzarbeit - ein Zeichen der Normalisierung - um vier Fünftel im Vergleich zum einstigen Höchstwert zurückgegangen.

Neben der Kurzarbeit ist zugleich auch die Arbeitslosigkeit zurückgegangen. Das belegt: Die Kurzarbeit hat ihre Funktion als Brücke durch die Krise erfüllt. Denn sie hat Arbeitslosigkeit tatsächlich verhindert.

Immer mehr Langzeitarbeitslose wieder beschäftigt

Die wirtschaftliche Erholung bringt mehr Beschäftigung mit sich. Deutlich zeigt das die Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit. Viele Langzeitarbeitslose konnten bereits davon profitieren, dass auf dem Arbeitsmarkt vermehrt Arbeitskräfte nachgefragt wurden. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist schon seit geraumer Zeit auf einem niedrigeren Niveau als vor der Krise. Und die Prognose ist, dass sich der stabile Trend auch im kommenden Jahr fortsetzen und bei der Gesamtarbeitslosigkeit die 3-Millionen-Grenze sogar im Schnitt unterschritten wird.

Arbeitsuchende Frauen, Ältere und Junge profitieren

Der jüngste Strukturwandel beinhaltete vor allem eine weitere Entwicklung hin zur Dienstleistungswirtschaft und zu zukunftsgerichteten Produkten. Davon konnten arbeitsuchende Frauen, Ältere und junge Menschen bereits profitieren. Wichtig ist für die Zukunft, den Sockel der Arbeitslosigkeit weiter zu verringern und brachliegende Beschäftigungspotenziale zu aktivieren. 

Denn die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter wird bereits in den nächsten Jahren enorm sinken. Damit wird künftig jeder Erwerbsfähige auf dem Arbeitsmarkt benötigt. Um den Fachkräftebedarf auch noch morgen bedienen zu können, müssen deswegen Fähigkeiten ausgebaut werden. Zugleich gilt es, Arbeitsbedingungen familienfreundlicher zu gestalten sowie auch rechtliche Beschäftigungshürden abzubauen.

Mittwoch, 27. Oktober 2010

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