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Bodenschutzbericht

Bodenschutz ist Klimaschutz

Böden sind wichtig als Ackerfläche, Wasserfilter, Kohlendioxidspeicher. Doch sie sind gefährdet: Menschen versiegeln sie mit Straßen oder Häusern und nutzen immer mehr Flächen für die Landwirtschaft. Die Bundesregierung setzt sich für den Schutz von Böden ein.

Den Boden zu schützen und achtsam zu nutzen ist wichtig für die Gesellschaft. Das Bundeskabinett hat den dritten Bodenschutzbericht der Bundesregierung beschlossen. Darin beschreibt sie die Fortschritte im Bodenschutz und legt neue Ziele fest.

Der Deutsche Bundestag hat am 26. Oktober 2000 die "Grenzüberschreitende Zusammenarbeit zur Stärkung des Schutzes der Böden" beschlossen. Seitdem ist die Bundesregierung aufgefordert, einmal pro Legislaturperiode einen Bericht über die Fortschritte beim Bodenschutz dem Deutschen Bundestag vorzulegen. Der neue Bericht knüpft an die Bodenschutzberichte von 2002 und 2009 an und umfasst den Zeitraum April 2009 bis heute.

Drittgrößter Kohlendioxidspeicher

Böden sind Lebensgrundlage und Lebensraum für Menschen, Tiere, Pflanzen und Bodenorganismen. Gleichzeitig sind sie der drittgrößte Kohlendioxidspeicher nach den Ozeanen und den fossilen Energieträgern wie Erdöl und Erdgas - und schützen damit unser Klima.

Doch gerade die Symptome des Klimawandels bedrohen Böden: Wüstenbildung oder Überschwemmungen fördern beispielsweise Erosionen.

Bedroht werden Böden auch durch eine weltweit steigende Nachfrage nach Lebensmitteln. Diese hat eine steigende Nachfrage nach Ackerland zur Folge hat - obwohl die Erde keine Reserven für weitere Ackerflächen vorhält. Deshalb ist der umsichtige Umgang mit Lebensmitteln wichtig.

Bodenschutz als Querschnittsaufgabe funktioniert

Im zweiten Bodenschutzbericht 2009 war betont worden, dass der Bodenschutz als Querschnittsaufgabe mit anderen Rechtsbereichen enger verzahnt werden sollte. Der aktuelle Bericht legt dar, inwieweit andere Rechtsgebiete wie das Wasser-, Abfall- und Emissionsschutzrecht nun Aspekte des Bodenschutzes berücksichtigen.

Der Bericht beschreibt die Entwicklungen im Bodenschutz auch auf internationaler und europäischer Ebene sowie Vorschriften und Initiativen auf Bundes- und Länderebene.

Flächenverbrauch nimmt ab

Fortschritte beim Bodenschutz zeigen sich im Flächenverbrauch. Dieser nimmt in Deutschland inzwischen ab: Waren es im Jahr 2000 noch 129 Hektar pro Tag, ging der Verbrauch bis 2011 auf 81 Hektar pro Tag zurück.

Die Bundesregierung beabsichtigt, bis 2020 pro Tag 30 Hektar weniger Flächen für Siedlungen und Verkehr zu beanspruchen.

Stickstoffüberschuss sinkt

Auch die Menge an Stickstoff sinkt, die in Böden angereichert wird. Die Bundesregierung hatte in ihrer Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt einen Zielwert für Stickstoff-Anreicherungen im Boden festgelegt: Die Stickstoffüberschüsse der Landwirtschaft sollten in der jährlichen Gesamtbilanz auf 80 Kilogramm pro Hektar bis zum Jahr 2010 reduziert werden.

Von 1991 bis 2009 war der Stickstoffüberschuss von 131 Kilogramm pro Hektar und Jahr auf 95 Kilogramm pro Hektar gesunken. Damit lag der Wert erstmals in der Nähe des Zielbereiches. Bis 2015 wird eine weitere Verringerung angestrebt.

Mittwoch, 12. Juni 2013

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