Navigation und Service

Inhalt

Kabinett

Bundesagentur für Arbeit setzt auf Qualifizierung

Für die aktive Arbeitsmarktförderung plant die Bundesagentur für Arbeit 10,7 Milliarden Euro ein. Dies sieht der vom Bundeskabinett gebilligte Haushaltsplan 2013 vor.

Mit den Programmen "Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter Älterer in Unternehmen" (WeGebAU) stellt die BA 280 Millionen für die Weiterbildung Geringqualifizierter und berufstätiger älterer Arbeitnehmer bereit.

Berufseinsteiger unterstützen

Für die "Initiative zur Flankierung des Strukturwandels" sind 400 Millionen Euro vorgesehen. Damit werden Arbeitslose ohne Berufsabschluss und Wiedereinsteiger unterstützt. Die Berufseinstiegsbegleitung schlägt mit 100 Millionen Euro zu Buche. Das Nachholen des Hauptschulabschlusses mit 500.000 Euro.

Ein Schwerpunkt ist auch, Menschen mit Behinderung mehr zu fördern. Die BA stellt 2,4 Milliarden Euro zur Verfügung, damit sie am Arbeitsleben aktiv teilnehmen können.

Soziale Risiken absichern

Vorsorge getroffen hat die BA selbstverständlich, wenn jemand arbeitslos wird. Für Ausgaben bei Arbeitslosigkeit und im Falle der Insolvenz von Unternehmen stehen 14,1 Milliarden Euro bereit.

Für konjunkturelles Kurzarbeitergeld plant die Behörde 600 Millionen Euro ein. Mit diesem Betrag könnten durchschnittlich 190.000 Kurzarbeiter finanziert werden.

Auch wer den Schritt in die Selbständigkeit wagt, kann auf Unterstützung hoffen. Für Gründungszuschüsse an Neu-Unternehmer stehen insgesamt 600 Millionen Euro bereit.

Fachkräftereserven anheben

Der Haushalt der BA entspricht dem Ziel der Bundesregierung dafür zu sorgen, dass es genügend Fachkräfte gibt. Im Vordergrund stehen dabei qualifizieren und weiterbilden.

Eine gute Berufsausbildung schützt vor Arbeitslosigkeit, Arbeitslosen- und Kurzarbeitergeld schützen vor den Unwägbarkeiten des Wirtschaftslebens.

Den Gesamteinnahmen der BA von 32,55 Milliarden Euro – darin 27,47 Euro Beitragseinnahmen - stehen 33,69 Milliarden Euro Gesamtausgaben gegenüber. Für den Haushalt der BA ergibt das ein Defizit 1,1 Milliarden Euro. Das Defizit kommt zustande, weil der Bund die Mittel, die die BA seit 2007 zur stärkeren Senkung des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung erhalten hat, gestrichen hat.

Zwar entfällt der Eingliederungsbetrag, mit dem sich die BA an den Ausgaben der Grundsicherung beteiligt hat. Das Minus gleicht er aber nicht aus. Deshalb wird in diesem Jahr voraussichtlich erwirtschaftete Rücklage von 2,149 Milliarden in 2013 voraussichtlich zur Hälfte aufgebraucht werden.

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Seitenübersicht

Beiträge