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Kulturstaatsministerin

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Pressemitteilung:
459
Ausgabejahr:
2010

Pressemitteilung

Deutsch-französischer Literaturpreis

Kulturstaatsminister Bernd Neumann und Frankreichs Kulturminister Frédéric Mitterand verleihen erstmals den deutsch-französischen Literaturpreis

Am Freitag, den 10. Dezember 2010, wird im Rahmen des deutsch-französischen Ministerrates in Freiburg i. Br. der neue deutsch-französische Literaturpreis „Franz-Hessel-Preis“ von Kulturstaatsminister Bernd Neumann und Frankreichs Kulturminister Frédéric Mitterand verliehen.

Ziele des Preises sind die Vertiefung des literarischen Dialogs zwischen Deutschland und Frankreich sowie die Förderung zeitgenössischer Autorinnen und Autoren. Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und das französische Ministère de la Culture et de la Communication fördern den Preis. Der Literaturpreis wird von nun an jährlich von der Stiftung Genshagen und der Villa Gillet (Lyon) vergeben. Der Preis ist mit jeweils 10.000 Euro dotiert.

Ausgezeichnet werden jeweils ein deutschsprachiger und ein französischsprachiger Autor bzw. eine Autorin. Voraussetzung für eine Nominierung sind eine aktuelle Veröffentlichung – möglichst im Jahr der Preisvergabe – und eine ausstehende Übersetzung des Werkes in die jeweils andere Sprache. Auf diese Weise soll ein Beitrag zur Belebung und Vertiefung der geistigen und literarischen Beziehungen zwischen beiden Ländern geleistet werden. Dabei werden Publikationen berücksichtigt, die vorrangig die Gegenwart reflektieren und die unter dem Eindruck des Wandels der Lebenswelten eine Zeitdiagnose erlauben sowie zu einem Brückenschlag ins jeweils andere Land einladen.

Die Preisträger/innen werden von einer unabhängigen deutsch-französischen Jury ausgesucht, der aktuell angehören: Michel Crépu, Francesca Isidori, Christine de Mazières, Raphaëlle Rérolle und Guy Walter sowie Hatice Akyün, Thorsten Dönges, Maria Gazzetti, Hans-Peter Kunisch, Petra Metz und Ulrike Vedder.

Namensgeber des Preises ist der Schriftsteller und Übersetzer Franz Hessel (1880 -1941), der mit seinem Leben und Werk ein Mittler zwischen den Ländern und Kulturen war. Nicht zuletzt als Freund und Förderer vor allem jüngerer Kollegen und Kolleginnen wie Mascha Kaléko und Marianne Breslauer hat er einen maßgeblichen Einfluss auf die Intellektuellen- und Künstlerszene der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Paris und Berlin ausgeübt. Hessel hat mit seinen Büchern wie Pariser Romanze oder Spazieren in Berlin Dokumente hinterlassen, die einem heutigen Leser etwas von den Kraftfeldern der Kunst und der Bedeutung der Städte Paris und Berlin als Magnet für Künstler aller Richtungen und Länder spürbar werden lassen.

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