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Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Pressemitteilung:
422
Ausgabejahr:
2012

Deutsch-israelischer Übersetzerpreis vereinbart

Im Rahmen der deutsch-israelischen Regierungskonsultationen traf Kulturstaatsminister Bernd Neumann mit dem israelischen Staatsminister beim Premierminister, Zvi Hauser, zusammen.

Staatsminister Bernd Neumann betonte nach dem Gespräch zu bilateralen Kultur- und Medienthemen: „Für die besondere Beziehung zwischen unseren beiden Ländern ist die Kultur ein herausragendes Bindeglied. Der Kulturaustausch zwischen Israel und Deutschland ist intensiv und lebendig. Für das Jubiläumsjahr 2015 zum 50. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Israel sind zusätzliche Veranstaltungen und Projekte geplant. So soll ab 2015 ein deutsch-israelischer Übersetzerpreis ausgelobt werden, mit dem jeweils ein deutscher und ein israelischer Übersetzer für besondere Leistungen ausgezeichnet wird. Damit können wir das gegenseitige Verständnis unserer beiden Gesellschaften füreinander fördern und vertiefen. Denn Übersetzer bauen Brücken zum jeweils anderen Sprach- und Kulturraum.“

Der deutsch-israelische Übersetzerpreis soll für herausragende literarische Übersetzungen vom Hebräischen ins Deutsche beziehungsweise vom Deutschen ins Hebräische verliehen werden und kann sich auch auf die Übersetzung hochstehender Fachliteratur beziehen. Für das Aus-wahlverfahren wird eine deutsch-israelische Jury eingerichtet.

Außerdem wurde vereinbart, die Zusammenarbeit zwischen deutschen und israelischen Bibliotheken und Archiven stärker zu fördern, vor allem bei der Digitalisierung von Beständen in deutscher, hebräischer und jiddischer Sprache, die für beide Seiten von hohem kulturellen Wert sind. Kulturstaatsminister Bernd Neumann betonte: „Zwischen deutschen und israelischen Bibliotheken und Archiven existieren vielfältige und intensive Kontakte, die bei Digitalisierungsprojekten hervorragend genutzt werden können. In die Deutsche Digitale Bibliothek sind bereits Bestände in hebräischer und jiddischer Sprache aufgenommen worden und nun auch im Netz verfügbar. Dass Israel sehr aktiv mit momentan 50.000 digitalisierten Objekten in der virtuellen Bibliothek ‚Europeana‘ vertreten ist, freut mich sehr. So können Wissen, Kultur und Geschichte unserer Länder noch besser vernetzt wer-den.“

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