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Wirtschaft

Deutsche Wirtschaft ausgesprochen robust

Auch der Mittelstand blickt optimistisch in das Jahr 2012. Knapp ein Drittel der Unternehmen erwartet eine verbesserte Geschäftslage im ersten Halbjahr. Die Hälfte geht von einer gleichbleibend guten Geschäftslage aus.

Im Trockendock der Warnemünder Werft von Aker Yards Germany wird die 420 Tonnen schwere obere Bugspitze an einen Containerschiffneubau vom Typ Aker CS 1700 gesetzt. Mittelstand ist zuversichtlich Foto: picture-alliance/ dpa

Das ist ein Ergebnis einer Unternehmerumfrage, die heute vom "Bundesverband mittelständische Wirtschaft" vorgestellt wurde. Mittelstandspräsident Mario Ohoven sagte: "Der Mittelstand bleibt Garant für Wachstum und Beschäftigung in Deutschland. Ich erwarte ein Wachstum von einem Prozent."

Die deutschen Unternehmen blicken zuversichtlich in die Zukunft. Der Arbeitsmarkt bleibt im Aufschwung. Die Binnenwirtschaft stützt mehr und mehr das Wachstum.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hatte gestern gegenüber dem Handelsblatt betont: "Unsere Wirtschaft zeigt sich ausgesprochen robust, auch wenn das wirtschaftliche Umfeld sowohl auf internationaler als auch auf europäischer Ebene schwieriger geworden ist."

So haben sich die Wachstumsaussichten der Weltwirtschaft und vor allem der Europäischen Union für die kommenden Monate eingetrübt. "Die deutsche Wirtschaft ist aber vergleichsweise gut gerüstet", meint der Bundeswirtschaftsminister.


Gute Stimmung

Aktuelle Zahlen wie der ifo-Konjunkturtest und die Konsumklimastudie der GfK für Dezember belegen dies.

Laut ifo-Institut hat sich das Geschäftsklima in der Gewerblichen Wirtschaft den zweiten Monat in Folge etwas aufgehellt. Der Index für das Geschäftsklima in der Gewerblichen Wirtschaft notiert im Dezember 2011 bei 107,2 Punkten. Das sind 0,6 Punkte mehr als im November. Vor allem die Geschäftserwartungen verbesserten sich. Die Beurteilungen zur Geschäftslage blieben unverändert gut. "Die deutsche Wirtschaft scheint dem Abschwung Westeuropas erfolgreich zu trotzen", urteilt das ifo-Institut.

Nach der Konsumklimastudie der GfK für Dezember blieb das Konsumklima unverändert leicht positiv. Die GfK prognostiziert für Januar 2012 einen Wert des Indikators von 5,6 Punkten, nach ebenfalls 5,6 Punkten für Dezember. "Stabiles Konsumklima zum Jahresende", lautet daher die Wertung der GfK.


Stütze Binnenwirtschaft

Die strukturellen Reformen in der Vergangenheit haben mit dazu beigetragen, einen Aufschwung am Arbeitsmarkt auszulösen. Deshalb konnte sich die Binnenwirtschaft zu einer soliden und zuverlässigen Stütze entwickeln.

"Wir bringen daher gute Voraussetzungen mit, die absehbare wirtschaftliche Eintrübung im Winterhalbjahr zu bewältigen", ist Rösler überzeugt. Das stabile Konsumklima und das wieder verbesserte Geschäftsklima sind Indizien dafür.


Wachstumskräfte weiter stärken

"Wir sind somit bestens gerüstet. Es kommt jetzt auch darauf an, dass wir unsere Wachstumskräfte im kommenden Jahr weiter stärken", so der Bundeswirtschaftsminister.

Hierbei komme zum Beispiel der Sicherung der Fachkräftebedarfs und der Konsolidierung des Staatshaushalts eine wichtige Rolle zu.


Staatshaushalte konsequent konsolidieren

Die Bundesregierung hat die Neuverschuldung beim Bund in den letzten Jahren deutlich zurückgeführt. In diesem Jahr wird der Bund insgesamt "nur noch" knapp zwanzig Milliarden Euro neue Schulden machen. Vor zwei Jahren musste die Bundesregierung noch mit über 80 Milliarden planen.

Schuldenabbau und die Ankurbelung des Wachstums sind kein Widerspruch. Nur über eine glaubwürdige Reduzierung der hohen Staatsverschuldung schaffen wir mehr Vertrauen. Der Schuldenabbau ist unerlässlich.

"Wir werden diesen Weg konsequent fortsetzen. Wir bestehen darauf, dass die anderen Länder in Europa, die Mitglied der gemeinsamen Währung sind, das Gleiche tun", so Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble im Interview mit dem RBB-Inforadio. Notwendig seien strukturelle Reformen und Verbesserungen der Wettbewerbsfähigkeit.

Mittwoch, 28. Dezember 2011

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