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Sonntag, 18. November 2012

Namensbeitrag

Die Waffen müssen schweigen

von:
Guido Westerwelle
Quelle:
Bild am Sonntag

Bundesaußenminister Guido Westerwelle schreibt in einem Gastbeitrag für die Bild am Sonntag über die Eskalation im Nahen Osten. Alle müssten "alles tun, um zivile Opfer zu vermeiden". Als nächsten Schritt gehe es um eine Waffenruhe.

Die Bilder aus dem Nahen Osten sind bestürzend. Die Menschen haben Angst vor Krieg.

Klar ist: Israel hat das Recht, sich der Gewalt der Hamas-Raketen entgegenzustellen. Israel hat das Recht, sein Land und sein Volk zu verteidigen. Israels Regierung handelt, um ihre Bürger zu schützen. Auslöser der Gewaltspirale sind die Raketen der Hamas.

Klar ist aber auch: Die Lage ist brandgefährlich. Der ganzen Region droht die Eskalation. Jeder muss sich jetzt seiner Verantwortung bewusst sein.

Umsicht, Verhältnismäßigkeit und Deeskalation sind das Gebot der Stunde. Es muss gelingen, die Logik von Tod und Zerstörung zu durchbrechen.

Wir fordern, dass alle alles tun, um zivile Opfer zu vermeiden. Als nächsten Schritt geht es um eine Waffenruhe. Es müssen die Voraussetzungen geschaffen werden, um die Waffen zum Schweigen zu bringen. Die wichtigste Voraussetzung ist ein Ende des Raketenbeschusses aus Gaza.

Ägypten spielt eine zentrale Rolle. Es hat Einfluss in Gaza und auf die dortige Führung. Präsident Mursi hat bisher verantwortlich gehandelt. Wir wünschen uns von ihm, dass er seinen Einfluss geltend macht, um die sinnlosen Raketen zu stoppen und eine Waffenruhe zu ermöglichen.

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