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Polizeiausbildung

Diensthunde bei der afghanischen Polizei

Die Arbeit mit Diensthunden bei der afghanischen Polizei ist effektiv. Sie können Sprengstoff und Drogen aufspüren. Deutsche Polizeiausbilder unterstützen ihre afghanischen Kollegen bei der Ausbildung.

Bis Anfang des Jahres 2012 sollen insgesamt 30 einheimische Diensthundeführer für die afghanische Grenzpolizei ausgebildet sein. Das ist das Ziel des Deutschen Polizei Projekt Teams (GPPT). Seit Oktober 2010 wurden in Kabul bisher 20 afghanische Polizisten mit Diensthunden trainiert. Sie haben ihren Dienst bereits an verschiedenen Standorten aufgenommen.

"Die Arbeit mit dem Hund ist großartig", schwärmt der afghanische Polizist. "Man kann vieles aufspüren, was ohne den Mitarbeiter auf vier Pfoten gar nicht möglich wäre. Das eröffnet uns neue Perspektiven im Kampf gegen die Sprengstoff- und Drogenkriminalität."

Ausbildung zum Hundeführer  

Auf eine erneute Ausschreibung bewarben sich 16 afghanische Grenzpolizisten. Zunächst mussten die Bewerber einen umfangreichen Fragenkatalog beantworten. Anschließend stellten sie sich mutig, aber mit einer gehörigen Portion Respekt, dem praktischen Teil der Prüfung. Hierbei galt es, verbalen und körperlichen Kontakt zu den Tieren aufzubauen. Die Hunde mussten am Halsband durch die Zwingeranlage geführt werden. Bei dieser "Herausforderung" trennte sich die Spreu vom Weizen. Nicht jedem gelang es, die geforderte Souveränität dem Hund gegenüber zu zeigen. Nach Auswertung der gezeigten Leistungen fiel die Entscheidung für zehn geeignete Kandidaten, denen in Kürze die bereits vorgebildeten Spezialhunde zugeteilt werden.

Seit Juli 2010 unterstützt das GPPT die afghanische Grenzpolizei beim Aufbau eines Diensthundewesens. Diensthunde werden im Kampf gegen Transport, Schmuggel und Gebrauch von Sprengstoffen eingesetzt. Das gilt auch für Drogen und andere illegale Mittel. Dadurch wird die öffentliche Sicherheit verbessert.

Außerdem hat das deutsche Trainerteam unter den bereits ausgebildeten Diensthundeführern zwei geeignete Kandidaten ausgewählt. Sie sollen noch im Oktober 2011 in einem achtwöchigen Kurs zum Lehrwart ausgebildet werden. Den erforderlichen Train-the-Trainer-Lehrgang haben beide bereits erfolgreich an der Polizeiakademie in Kabul absolviert.

Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die afghanische Grenzpolizei künftig selbst in der Lage ist, ihre Diensthunde auszubilden. So hat das Diensthundeprojekt die Chance, ein bleibender Erfolg zu werden.

Dienstag, 20. Dezember 2011

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