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Afrika

Entwicklungszusammenarbeit braucht Transparenz

Auf seiner ersten Auslandsreise hat Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel die afrikanischen Länder Ruanda und die Demokratische Republik Kongo besucht. Als letzte Station steht Mosambik auf dem Programm. Die Bevölkerung der drei Länder hat schwere Konflikte durchlebt und befindet sich in unterschiedlichen Phasen des Wiederaufbaus.

In Ruanda, seiner ersten Station, machte Niebel sich unter anderem ein Bild des Entwicklungs- und Demokratisierungsprozesses im Land. Seit der Überwindung des Genozids von 1994 macht das Land gute wirtschaftliche Fortschritte. Bei den Auseinandersetzungen zwischen Tutsis und Hutus kamen damals 800.000 Menschen ums Leben. Ein Versöhnungsprozess soll die traumatisierte Bevölkerung wieder zusammenführen.

Ruanda sei auf einem sehr guten Entwicklungspfad und bestrebt wirtschaftlich auf eigenen Füßen zu stehen, lobte Niebel. In der Hauptstadt Kigali traf er mit Präsident Kagame zusammen. Beide waren sich einig, dass die Entwicklungszusammenarbeit viel Transparenz brauche. Kagame betonte, Ruanda sei an einer guten und offenen Zusammenarbeit interessiert.

DR Kongo: Menschenrechte achten – Umwelt schützen

In der Demokratischen Republik Kongo besuchte der Entwicklungsminister ein Flüchtlingslager und in der ostkongolesischen Stadt Goma eine Klinik für vergewaltigte Frauen. Das Hilfsprojekt Heal Afrika betreut die vergewaltigten und verletzten Frauen und versucht sie wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Es wird auch mit deutschen Geldern finanziert. Niebel sagte dem Hilfswerk weitere finanzielle Unterstützung in Höhe von 850.000 Euro zu.

Im Osten des Landes sorgen vor allem Nichtregierungsorganisationen für eine soziale Grundversorgung. In diesem Zusammenhang würdigte der Bundesentwicklungsminister auch die Bedeutung kirchlich getragener Entwicklungszusammenarbeit in der Krisenregion. Ihr Beitrag sei sehr wichtig. Sie seien flächenmäßig verbreitet und helfen gesellschaftliche Netzwerke zu schaffen.

Niebel besuchte auch ein Tropenwaldprojekt, den Virunga-Nationalpark, und informierte sich dort über das deutsche Programm zum Umwelt- und Ressourcenschutz. Im Kongo liegt das größte Regenwaldgebiet Afrikas. Es folgten Gespräche mit Vertretern der kongolesischen Naturschutzinstitutionen und dem kongolesischen Umweltminister Jose Endundo.

Die Bundesregierung unterstützt die Demokratische Republik Kongo jährlich mit 150 Millionen Euro. Die Gelder fließen vorrangig in die Bereiche Gesundheits-, Wasserversorgung und Ressourcenschutz. Auch der Aufbau der kongolesischen Polizei und die Integration ehemaliger Kindersoldaten wird unterstützt.

Letzte Station Mosambik

Letzte Station seiner ersten Auslandsreise ist Mosambik, wo Niebel heute eintraf. Themen werden Armutsbekämpfung, gute Regierungsführung und die weitere demokratische Entwicklung des Landes sein.

Der Minister wird auf der Reise von Mitgliedern des Deutschen Bundestages, deutschen Hilfsorganisationen und Vertretern der deutschen Wirtschaft begleitet.

Dienstag, 12. Januar 2010

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