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Landwirtschaft

Erleichterter Schutz gegen Unwetterschäden

Schäden durch verschiedene Unwetter - so genannte Mehrgefahren - können für Agrarbetriebe oft verheerende Auswirkungen haben. Die Bundesregierung erleichtert deshalb den Abschluss von Mehrgefahren-Versicherungen. Sie reagiert damit auf den Klimawandel.

eine Gerstenähre Landwirtschaftliche Betriebe können künftig das Risiko von witterungsbedingten Ernteausfällen günstiger versichern Foto: BilderBox

Viele landwirtschaftliche und Gartenbau-Betriebe standen in der Vergangenheit wegen Unwetterschäden vielfach vor dem Ruin. Die gesamte Ernte jeweils gegen Hagelschlag, Sturm, Starkfrost, Starkregen oder Überschwemmungen zu versichern, bedeutete mehrere tausend Euro allein an Versicherungsteuer. Das war vielen Betrieben zu teuer, insbesondere wenn sie das Schadensrisiko gering einschätzten.

Schutz vor Ernteausfällen

"In der Tat treten Ernteausfälle durch Hagel, Sturm, Starkregen, Früh- und Spätfröste in der Regel kleinräumig auf", sagt Frank Thyrolf, Referent beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. "Außerdem sind sie auf kurzfristig auftretende Wetterextreme zurückzuführen."

In der Landwirtschaft hatte die Mehrgefahren-Versicherung daher praktisch keine Bedeutung. Mit zunehmenden Unwettern sei der Bedarf an Schutz gegen Unwetterschäden gestiegen, erläutert Thyrolf. Allein die Entscheidung für einen Abschluss fehlte bislang.

Steuersatz einheitlich gesenkt

Um hier zu helfen, senkt die Bundesregierung ab 2013 den Versicherungssteuersatz für die verschiedenen Unwetterarten von 19 auf 0,03 Prozent. Den bisherigen Steuersatz für Hagelversicherungen von 0,02 Prozent hebt sie geringfügig an. Damit gibt es einen einheitlichen Steuersatz auf alle landwirtschaftlichen Versicherungen gegen Unwetterschäden.

Wichtiges Signal für Landwirte

Mit diesem Schritt bewegt sich Deutschland und senkt die bisher europaweit höchste Besteuerung auf einen durchschnittlichen Steuersatz ab. Das ist ein wichtiges Signal für die Eigenvorsorge der Landwirte in Deutschland.

"Mit der Ausdehnung der steuerlichen Sonderregelung für die Hagelversicherung auf weitere Wetterrisiken entsprechen wir auch einem Anliegen der Berufsverbände", sagt Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner. "Die Notwendigkeit für eine einheitliche und praktische Regelung lag schon länger auf der Hand."

Donnerstag, 27. Dezember 2012

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