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EU-Umweltminister: Das Klima braucht mehr

Die Umweltminister der Europäischen Union sind sich einig: Mit dem Ergebnis der UN-Klimakonferenz kann niemand zufrieden sein. An ihrem Kurs wollen die Europäer festhalten.

In Brüssel haben die Umweltminister der Europäischen Union (EU) das Ergebnis der Klimakonferenz der Vereinten Nationen (UN) diskutiert. „Es ist nicht das, was das Klima gebraucht hätte“, erklärte der schwedische Umweltminister und derzeitige Umweltratsvorsitzende Andreas Carlgren.

Die Umweltminister zeigten sich einig, dass die von den 26 Staaten ausgearbeitete Vereinbarung, „Copenhagen Accord“, einen ersten Schritt bedeutet. Das Angebot der EU, die eigenen Treibhausgase bis 2020 um 30 Prozent zu mindern, wenn andere Staaten vergleichbare Schritte unternähmen, gelte weiter, hieß es.

Teresa Ribera, Umweltstaatssekretärin aus Spanien, erklärte, im Januar werde die Arbeit in der internationalen Klimapolitik fortgesetzt. Ziel bleibe es, Verpflichtungen zur Minderung der Treibhausgase international zu verankern.

Unter der spanischen EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2010 wollen die Europäer das Ergebnis von Kopenhagen eingehend analysieren.

Festhalten am Kurs

Auch Bundesumweltminister Norbert Röttgen betonte in Brüssel, Europa müsse an seinen ehrgeizigen Klimaschutzzielen festhalten. „Einmal des Klimaschutzes wegen, aber auch, weil unser Kapital in einer technologischen Spitzenstellung und politischer Glaubwürdigkeit besteht“, so Röttgen.

Notwendig seien zudem Allianzen mit Verbündeten, die „wie wir wirksamen Klimaschutz wünschen und aktiv betreiben“, sagte der Minister.

Die UN müssten die zentrale Plattform für den internationalen Klimaschutz bleiben, so Röttgen. Es dürften nicht einzelne Länder aus Machtpositionen heraus für den Rest der Nationen handeln: „Das ist nicht die Ebene völkerrechtlicher Geltung, transparenten Handelns, Verhandelns und Kompromissen und eine Weltordnung, wie ich sie mir vorstelle.“

Dienstag, 22. Dezember 2009

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