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Neue Grippe

Fahrplan für Impfungen gegen Schweinegrippe steht

Bund und Länder wollen bei den Impfungen gegen die Neue Grippe (so genannte Schweinegrippe) enger zusammenarbeiten. Bis Ende Dezember steht dann auch ausreichend Impfstoff zur Verfügung. Chronisch Kranke und so genannte Risikogruppen sollten sich unbedingt impfen lassen.

Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler traf sich heute mit den Landesgesundheitsministerinnen und -ministern in Berlin.

Die Impfung gegen die Neue Grippe ist die größte Impfaktion in der Geschichte der Bundesrepublik. Erst vor einem halben Jahr war der Erreger der Neuen Grippe entdeckt worden. Seit dieser Zeit sind Impfstoffe entwickelt und auf europäischer Ebene zugelassen worden. Der neue Impfstoff könne somit nicht auf Halde, sondern nur sukzessive produziert werden, sagte Rösler.

Impfstoff kommt in Etappen

Auch der Deutschlandvertreter des Impfstoffherstellers GlaxoSmithKline (GSK), Marshall war zum Gipfel eingeladen. Er sicherte den Ländern zu, dass sie bis Ende November 9,3 Millionen Impfdosen erhalten. Für den Zeitraum bis Ende Dezember sagte GSK 20 Millionen Impfdosen zu.

Bislang sind rund 5,3 Millionen Impfdosen geliefert. Bund und Länder waren ursprünglich davon ausgegangen, frühzeitig mehr Impfstoff  zu erhalten. Die insgesamt bestellte Impfmenge von 50 Millionen Impfdosen wird voraussichtlich bis Ende März 2010 produziert sein.

Risikogruppen bevorzugt impfen

Rösler wies nochmals auf die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (RKI) hin. Danach wird stufenweise geimpft, also zunächst die Risikogruppen. Dies sind: medizinisches Fachpersonal, „Schlüsselpersonal“, zum Beispiel Polizei und Feuerwehr, sowie chronisch Kranke.

Danach kann die Bevölkerung geimpft werden, insbesondere kleine Kinder zwischen 6 und 24 Monaten sowie Schwangere.

Die Fachminister waren sich einig: Insbesondere die Risikogruppen sollten sich impfen lassen – zum eigenen sowie zum Schutze anderer.

Aktuell sind in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) rund 50.000 Menschen mit der Neuen Grippe infiziert, über 7.000 Menschen haben sich in der vergangenen Woche neu angesteckt.

Adjuvanzfreier Impfstoff für Schwangere

Beschlossen wurde zudem, für Schwangere insgesamt 150.000 Impfdosen ohne Wirkungsverstärker (Adjuvantien) zu bestellen. Dieser Impfstoff soll im Dezember zugelassen werden. Gleichwohl können Schwangere auch derzeit nach Absprache mit ihrem Arzt gegen die Neue Grippe geimpft werden.

Mittwoch, 11. November 2009

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