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Pflegestützpunkte

Gut beraten im Pflegefall

Eine Situation, vor der Familien plötzlich stehen können: Vater, Mutter, Partnerin oder Partner kommen aus dem Krankenhaus und brauchen Pflege. In kürzester Zeit müssen wichtige Entscheidungen getroffen werden. Pflegestützpunkte helfen.

Beratungsgespräch zwischen zwei Frauen Pflegestützpunkte: Hier finden hilfs- und pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige Unterstützung Foto: Bundesregierung/Brather

Viele Fragen sind zu klären: Wer pflegt? Ist die Pflege in den eigenen vier Wänden möglich? Ist die Wohnung pflege- und behindertengerecht?

Pflegestützpunkte beraten und unterstützen

Pflegestützpunkte sind eine Anlaufstelle für hilfs- und pflegebedürftige Menschen jeden Alters und für deren Angehörige. Hier erhalten sie kostenlos Informationen zu allen Fragen rund um die Pflege.

Nach Inkrafttreten des § 92c Sozialgesetzbuch XI im Jahr 2008 entstanden Pflegestützpunkte in vielen Bundesländern. In Rheinland-Pfalz, Hamburg und Berlin gab es 2009 die ersten. Inzwischen sind in 14 von 16 Bundesländern Stützpunkte eingerichtet. So gibt es in Rheinland-Pfalz 135, in Hamburg 8. Brandenburg hat 19 Stützpunkte plus Außenstellen und in Mecklenburg-Vorpommern 13.

Über 38.000 Beratungen jährlich in Berlin

Alle Versicherten haben einen Rechtsanspruch auf Beratung. Das Land Berlin hat deshalb mit den gesetzlichen Pflegekassen eine entsprechende Vereinbarung geschlossen. Zur Zeit gibt es 27 Pflegestützpunkte in allen Stadtbezirken.

Angehörige werden im Stützpunkt oder im häuslichen Umfeld beraten. Ziel ist es, die Pflegesituation Zuhause zu verbessern und Familie zu entlasten. 2012 wurde das Angebot in Berlin über 38.000 Mal in Anspruch genommen. Das zeigt den großen Bedarf.

Welche Unterstützung gibt es?

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind in der Regel Sozialarbeiter oder Pflegeberater. Sie helfen dabei:

•          Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch zu nehmen,
•          Antrags- und Widerspruchsverfahren zu führen,
•          Wohnungen behindertengerecht umbauen zu lassen,
•          Möglichkeiten zu finden, um pflegende Angehörige zu entlasten,
•          Pflegedienste, Kurzzeit- und Tagespflegeangebote einzubeziehen und
•          Finanzierungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Pflegestützpunkte beraten umfassend und neutral. Sie handeln aber immer nur im Auftrag des Pflegebedürftigen.

Wer kommt zur Beratung?

Unterstützt werden ältere Menschen, pflegebedürftige Kinder und Jugendliche sowie Menschen mit Behinderung. Auch Pflegebedürftige mit Migrationshintergrund finden kompetente Beratung.

Meist kommen die Angehörigen der Pflegebedürftigen in einer Krisensituation in die Beratungsstelle, zum Beispiel wenn ein Elternteil plötzlich Pflege benötigt. Teilweise suchen Angehörige auch gemeinsam mit dem Pflegebedürftigen die Beratung, seltener kommen Pflegebedürftige allein.

Beratung auch telefonisch möglich

Während der Öffnungszeiten der Pflegestützpunkte kann jeder direkt vorbei kommen, auch ohne Termin. Eine Beratung ist aber auch telefonisch über eine Hotline möglich. Informationen dazu gibt es auf den Internetseiten der jeweiligen Stützpunkte beziehungsweise der Bundesländer.

Sind mehrere Termine notwendig, wird mit allen Beteiligten eine auf den einzelnen Fall zugeschnittene Hilfeleistung zusammengestellt, das sogenannte Fallmanagement.

Dienstag, 19. November 2013

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