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Entwicklungshilfe

Gute Ideen für mehr Sicherheit

Jedes Jahr werden Tausende von Menschen durch Minen oder Blindgängermunition verletzt oder getötet. Besonders tragisch: Fast die Hälfte sind Kinder. Einige "Unruheständler" im Raum Koblenz ließ das nicht ruhen – allen voran Heinz Rath.

Zusammen mit pensionierten Beamten, Angestellten und Technikern entwickelte der ehemalige Ingenieur eine Maschine, die den Minen den Garaus machen sollte – gefahrlos für Menschen und möglichst kostengünstig.

Wertvolle Unterstützung bekamen die "Minenwölfe" dabei von der Bundeswehr, die die Minenkillermaschine testete. "Auch das Auswärtige Amt, das finanzielle Mittel bereitstellte, hat uns beispielhaft mit Rat und Tat zur Seite gestanden", berichtet Rath.

Das Ergebnis ist ein geschütztes Kettenfahrzeug namens "MineWolf". Es geht mit einer Schlegelwalze und einer speziellen Fräse auf Minenjagd im Erdreich. Der "MineWolf" hält den Explosionskräften stand, obwohl er leichter und wendiger ist als bisherige Maschinen. Ihre Erfindung, die auch satellitengesteuert arbeitet, gaben die Minenwölfe an eine Firma ab. Die Lizenzgebühren fließen in einen Topf für humanitäre Zwecke.


Minenkiller und Entwicklungshelfer in einem

Dem "MineWolf" folgte die Entwicklung eines ferngesteuerten "Mini-Mine-Wolf", und jetzt tüftelt Rath an einer neuen Konstruktion: einem "MineTruc" auf der Basis eines modernen Hightech-Traktors. Rath: "Er ist noch leichter, schneller und wendiger – und vor allen Dingen billiger. Mit seinen großen Rädern kann er auch die schlechtesten Pisten in Entwicklungsländern überwinden."

"Der 'MineTruc' soll ein echtes Multi-Funktionsgerät für die Dritte Welt werden", verspricht der 77-jährige Rheinländer. Nach kurzem Umbau soll es als Zugmaschine in der Landwirtschaft oder im Straßenbau einsetzbar sein, auch beim Bohren von Brunnen oder bei der Stromversorgung.

Besonders stolz ist Heinz Rath darauf, dass sein "MineWolf" tatkräftig dabei mitgeholfen hat, das Land Ruanda minenfrei zu machen. 630.000 Quadratmeter fruchtbares Ackerland stehen den Menschen wieder gefahrlos zur Verfügung.

Mittwoch, 28. Dezember 2011

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