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Filmförderung

Gute Ideen gefragt

Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat den Innovationspreis verliehen. Mit ihm werden seit 2002 vielversprechende Ideen und kreative Ansätze im Bereich Film ausgezeichnet. Dabei zeigt sich, dass Neuentwicklungen aus Deutschland auch im internationalen Filmgeschäft erfolgreich sind.

Staatsminister Bernd Neumann mit Produzent Roland Emmerich Gratulierten: Staatsminister Neumann und Produzent Emmerich Foto: REGIERUNGonline/Bolesch

Kein Katastrophenfilm kommt heute ohne die realistische Darstellung von Naturgewalten aus. Um Phänomene wie Feuer und Rauch, Wasser und Dampf eindrucksvoll simulieren zu können, setzen Regisseure aufwendige Programme ein. Jüngstes Beispiel ist Roland Emmerichs Blockbuster „2012“, dessen sintflutartige Wassermassen am Weltuntergang digital animiert wurden.

Meilenstein digitaler Bildproduktion

Auch in diesem Film kam eine Software made in Germany zum Einsatz. In der Stiftung Deutsche Kinemathek konnte Stephan Trojansky von der Münchner Firma Scanline VFX jetzt für „Flowline“ den Innovationspreis 2009 entgegennehmen. Glückwünsche dafür gab es nicht nur von Kulturstaatsminister Bernd Neumann, sondern auch von „2012“-Regisseur Roland Emmerich.  

Laut Jury haben die Entwickler mit dem kontinuierlich verbesserten Programm die technische Voraussetzung für Meilensteine digitaler Bildproduktion geschaffen: "Flowline" ermöglicht naturgewaltige Schlüsselszenen, die anders gar nicht oder nicht so realistisch und eindrucksvoll hätten entstehen können.“

Staatsminister Bernd Neumann mit Preisträgern und Jurymitglieder des Innovationspreises 2009 Bild vergrößern Staatsminister Bernd Neumann mit Preisträgern und Jurymitgliedern Foto: REGIERUNGonline/Bolesch

Ein weiterer Vorteil von „Flowline“ ist, dass die Berechnungen nicht mehr auf Großrechnern, sondern parallel auf mehreren kleinen Computern vorgenommen werden können. Das beschleunigt und verbilligt die Arbeit. Außerdem ist „Flowline“ so einfach zu bedienen, dass kreative Filmkünstler eigenständig und ohne große Hilfe experimentieren und gestalten können.

Lieblingsfilme ins Kino bringen

Auch der zweite Preisträger bedient sich der Möglichkeiten digitaler Technik: Mit "moviac.de - Deine Wunschfilme im Kino" hat eine Gruppe junger Informatiker und Mediendesignern eine besondere Internetplattform entwickelt. Sie bringt die Film-Nachfrage des Publikums mit den Angeboten der Kinobetreiber und Filmverleiher zusammen.

Über www.moviac.de können Filmfans ihre Lieblingsfilme ganz einfach per Votum in ihr Wunschkino bringen - sobald die Nachfrage groß genug ist, kann der Kinobetreiber die Vorstellung ansetzen. Ein innovatives Projekt mit einer sorgsam ausgearbeiteten Website, das die Jury überzeugt hat.

International erfolgreich: Ideen aus Deutschland

Kulturstaatsminister Bernd Neumann freute sich in seiner Rede über die großen internationalen Erfolge, die gerade technische Innovationen aus Deutschland im Filmbereich errungen hätten. Neumann ist überzeugt, dass die Qualität gerade solcher Entwicklungen die Zukunft des Film- und Medienstandortes Deutschland maßgeblich mitbestimmen werde.

Der Innovationspreis wird seit 2002 jedes Jahr verliehen, um vielversprechende Ideen und kreative Ansätze im Bereich Film auszuzeichnen. Er ist mit jeweils 25.000 Euro dotiert. Bisher wurden 16 Projekte aus den verschiedensten Bereichen wie Filmtechnik, Marktforschung, Verleih, Experimentalfilm, Kino und Schule oder Casting mit insgesamt 320.000 € prämiert.

Weitere Informationen sowie alle Preisträger auf einen Blick

Mittwoch, 9. Dezember 2009

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