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Gesundheit

Infektionsschutz besser koordiniert

Bund und Länder koordinieren ihre Zusammenarbeit beim Infektionsschutz neu. So können verantwortliche Behörden bedrohliche übertragbare Krankheiten besser kontrollieren und schneller stoppen.

Kind bei der Impfung Ein bundesweit gut koordinierter Infektionsschutz verhindert Epidemien Foto: AOK

Krankheiten wie die Grippe breiten sich schnell im ganzen Land aus. Nur gemeinsam können Bund und Länder effektiv und frühzeitig gegen solche Epidemie vorgehen. Zahlreiche Behörden sind daran beteiligt. Sie müssen sich gut koordinieren.

Besonders deutlich wurde das, als im Jahr 2011 die Darmkrankheit EHEC in Deutschland ausbrach. Behörden und Institute informierten die Öffentlichkeit und suchten mit Hochdruck nach der Ursache.

Gesundheitsbehörden verbessern ihre Zusammenarbeit

Die Erfahrungen, die in den vergangenen Jahren bei derartigen Krankheitsausbrüchen gemacht wurden, sind in eine neue Verwaltungsvorschrift eingeflossen.

Die Verwaltungsvorschrift regelt, wie die Behörden ihr Vorgehen beim Auftreten einer bedrohlichen Krankheit abstimmen. Geregelt ist auch, wer in einer bestimmten Gefahrenlage zuständig ist. Der Informationsfluss zwischen den verschiedenen Gesundheitsbehörden wird verbessert. Damit ergänzt die Verwaltungsvorschrift bestehende Regelungen beim Infektionsschutz und der Lebensmittelhygiene.

Das Kabinett hat diese Verwaltungsvorschrift über die Koordinierung des Infektionsschutzes in epidemisch bedeutsamen Fällen am 11. September 2013 verabschiedet. Der Bundesrat musste anschließend zustimmen. Dies hat er in seiner Sitzung am 8. November 2013 getan. Allerdings mit einigen Änderungen. Das Kabinett hat die Verwaltungsvorschrift mit dieser Maßgabe am 20. November 2013 verabschiedet.

Zentrales Krisenmanagement

Das Robert Koch-Institut (RKI) erhält eine Schlüsselrolle: Hier werden alle Informationen für den Infektionsschutz ausgewertet. Die möglicherweise betroffenen Länder werden in die Bewertung einbezogen. Gibt es den Verdacht, dass eine bedrohliche Krankheit ausgebrochen ist, warnt das Robert Koch-Institut alle zuständigen Behörden vor. Das Bundesgesundheitsministerium und die obersten Gesundheitsbehörden der betroffenen Bundesländer werden benachrichtigt. Sie müssen untereinander ständig erreichbar sein.

Das Robert Koch-Institut startet ein Koordinierungsverfahren, wenn eine Mehrheit der Länder dies verlangt. Die Informationen aus den betroffenen Ländern und Kommunen laufen dort ebenfalls zusammen. Alle beteiligten Behörden stimmen das weitere Vorgehen ab.

Zudem fertigt das RKI Lageberichte an und berät die Gesundheitsbehörden der Länder wissenschaftlich. Die Beteiligten üben das Krisenmanagement, wenn sie es mehrere Jahre nicht mehr angewendet haben. 

Mittwoch, 20. November 2013

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