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Integrationsbeauftragte

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Pressemitteilung:
464
Ausgabejahr:
2011

Nationaler Aktionsplan Integration

Integration fördert den Zusammenhalt in unserem Land

„Der Nationale Aktionsplan bedeutet einen kräftigen Qualitätsschub bei der Integration: Durch klare Ziele, die überprüfbar und messbar sind, wird Integration verbindlicher.

Zugleich wird ein Paradigmenwechsel in der Integrationspolitik eingeleitet: Weg von zeitlich befristeten Projekten- hin zu Regelangeboten. Integration ist eine Daueraufgabe, die nachhaltig und strukturell angegangen werden muss. Der Nationale Aktionsplan erhöht die Chancen von Menschen aus Zuwandererfamilien auf den Aufstieg. Und ist ein wichtiger Beitrag für die Sicherung des Zusammenhalts in unserem Land“, betonte Staatsministerin Böhmer heute anlässlich der Verabschiedung der Erklärung des Bundes zum Nationalen Aktionsplan Integration durch das Bundeskabinett.

In der heute beschlossenen Erklärung sind zahlreiche Maßnahmen des Bundes  zur Förderung von Migranten zusammengefasst. Im Mittelpunkt stehen die Großbaustellen der Integration: Sprache, Bildung und Ausbildung sowie Arbeitsmarkt.

„Eine herausragende Bedeutung hat der Spracherwerb. Nur mit guten Deutschkenntnissen erhalten Migranten eine erfolgreiche Perspektive in unserem Land. Mit der Sprachförderung von Anfang an sind wir auf dem richtigen Weg. Zur weiteren Verbesserung der sprachlichen Bildung in Kindertagesstätten unterstützt der Bund den Ausbau der Betreuungsangebote beispielsweise mit seiner Initiative „Offensive frühe Chancen: Programm Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration“. Rund 4000 Einrichtungen profitieren davon bundesweit“, so Böhmer.

„Erstmals wird im Nationalen Aktionsplan neben „Gesundheit und Pflege“ das Thema „Migranten im öffentlichen Dienst“ behandelt. Die wachsende Vielfalt unseres Landes muss sich angemessen auch im öffentlichen Dienst widerspiegeln. Wir brauchen mehr Migranten in Kindergärten und Schulen, bei Polizei und Feuerwehr und in der Verwaltung. Der Bund setzt deshalb u.a. auf eine direkte Ansprache von Migranten in Stellenausschreibungen sowie die Schulung von Personalentscheidern“, so die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung.

„Als eine wichtige Maßnahme zur nachhaltigen Strukturveränderung hat sich der Bund verpflichtet, die Richtlinien zur Spitzensportförderung zu ändern: Zuwendungsempfänger müssen künftig nachweisen, dass sie ein besonderes Augenmerk auf die Integration von Menschen legen, die bisher nicht ausreichend erreicht wurden. Durch Schulungen von Trainern o.ä. soll auch die interkulturelle Kompetenz der Zuwendungsempfänger erhöht werden“, erklärte Böhmer. 

Der Aktionsplan, der an den Nationalen Integrationsplan anknüpft und ihn weiterentwickelt, besteht aus insgesamt 4 Teilen: der heute beschlossenen Erklärung des Bundes, dem Beitrag der Länder, dem Beitrag der kommunalen Spitzenverbände sowie den Berichten von elf Dialogforen. An der Erarbeitung des Aktionsplans haben über 30 Migrantenorganisationen mitgewirkt. Der gesamte Aktionsplan wird am 31. Januar 2012 auf dem 5. Integrationsgipfel im Bundeskanzleramt vorgestellt. „Der Nationale Aktionsplan belegt: Politik und Zivilgesellschaft ziehen bei der Integration an einem Strang. Bei unserer Integrationspolitik setzen wir auf den Dialog- insbesondere mit den Migranten. Unsere Maxime lautet: Wir reden nicht übereinander, sondern miteinander“, erklärte Staatsministerin Böhmer.

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