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Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik

Investition in Deutschlands Zukunft

Konzerte in Russland, Ausstellungen in Indien, Deutsche Wissenschaftshäuser in New York und Tokio, Förderung der deutschen Sprache weltweit: Die Auswärtige Kulturpolitik hat viele Gesichter. Das zeigt der 16. Bericht der Bundesregierung zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik.

Junge Israelis lernen im Goethe-Institut in Tel Aviv die deutsche Sprache. Junge Israelis lernen im Goethe-Institut in Tel Aviv die deutsche Sprache Foto: Bundesregierung/ Kugler

Das Bundeskabinett hat den Bericht über den Zeitraum Juni 2011 bis September 2012 beschlossen.

Die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik ist eine tragende Säule der deutschen Außenpolitik. Mit der Strategie "Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik in Zeiten der Globalisierung" passte die Bundesregierung sie an die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts an.

Der Dialog zwischen den Kulturen, der Aufbau und die Pflege nachhaltiger Netzwerke sowie langfristiger Partnerschaften gehören zu den wesentlichen Elementen dieser Politik. Sie sind unerlässliche Basis stabiler internationaler Beziehungen.

Ziele der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik

  • Förderung der deutschen Sprache,
  • Förderung von Wissenstransfer und Stärkung des Wissenschaftsstandorts Deutschland,
  • Vermittlung von deutscher Kunst und Kultur sowie
  • Vermittlung eines modernen Deutschlandbildes.

Daran beteiligen sich zahlreiche Mittler: vom Goethe-Institut über den Deutschen Akademischen Austauschdienst bis hin zu den deutschen Auslandsschulen weltweit. 

Die "Macher" der deutschen Kultur- und Bildungsarbeit im Ausland sind unter anderem:

- 136 Goethe-Institute und zehn Verbindungsbüros in 92 Ländern
- 1530 Partnerschulen, darunter 140 Deutsche Auslandsschulen
- rund 500 Lektorate des Deutschen Akademischen Austauschdienstes
- 170 von Deutschland staatlich geförderte bi-nationale Kulturgesellschaften
- 10 deutsche geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
- 20 Abteilungen und Außenstellen des Deutschen Archäologischen Instituts

Ziel ist es, die Menschen in den Partnerländern unmittelbar zu erreichen und kulturelle Trennlinien zu überwinden. Ziel ist es auch, Konflikte im Geist von Dialog, Verständigung und Zusammenarbeit zu lösen. Die Instrumente der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik tragen so zur Konfliktprävention und -lösung bei und sind integraler Bestandteil von Friedenspolitik.

Wichtige Meilensteine dieser Politik

  • Die feierliche Eröffnung der Kulturakademie in Istanbul. Dort leben und arbeiten seit September 2012 die ersten Stipendiaten im Rahmen des interkulturellen Austauschs.
  • Das Deutschlandjahr in Indien 2011/2012. Es wurde unter dem Motto "Deutschland und Indien, unendliche Möglichkeiten" im Mai 2011 durch Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet und hat mit einer großen Vielfalt von Veranstaltungen das Interesse an Deutschland nachhaltig verstärkt.
  • Das Deutschlandjahr in Russland 2012/2013. Es wurde am 20. Juni 2012 unter dem  Motto "Deutschland und Russland: Gemeinsam die Zukunft gestalten" eröffnet. Es präsentiert mit einem integrierten Ansatz aus Politik, Kultur, Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft ein modernes und vielseitiges Deutschlandbild.
  • Die Unterstützung der arabischen Transformationsländer. Die Bundesregierung fördert die gesellschaftlichen Bemühungen für den demokratischen Wandel und stellt 2012 und 2013 Mittel im Rahmen sogenannter Transformations-Partnerschaften zur Verfügung. Projekte im Bereich Kultur, Bildung und Medien sind hier wichtiger Bestandteil.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Wissenschafts- und Hochschulaustausch. Er nimmt an Bedeutung weiter zu. Dazu gehört auch der Aufbau von "Wissenschafts- und Innovationshäusern" in New Delhi, New York, Moskau, Sao Paolo und Tokio. Hier stellt sich Deutschland in den Partnerländern als Innovationsstandort dar.

Im Jahr 2011 beliefen sich die finanziellen Mittel für Maßnahmen der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik (AKBP) auf insgesamt 1,478 Milliarden Euro. Das entspricht 0,49 Prozent des Bundeshaushalts. Für das Jahr 2012 verzeichnete der Bundeshaushalt einen Anstieg für die AKBP auf 1,591 Milliarden Euro. Darin enthalten sind 784,79 Millionen Euro des Auswärtigen Amtes. 

Für den Haushalt 2013 ist nochmals eine Steigerung und damit der bisher größte Haushaltsposten für diesen Politikbereich vorgesehen. Von insgesamt 1,597 Milliarden Euro sind 787,11 Millionen Euro AKBP-Mittel des Auswärtigen Amtes.

Mittwoch, 9. Januar 2013

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