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Entwicklungszusammenarbeit

Investitionen weiter gesteigert

In Zeiten von Eurokrise und Sparanstrengungen ist Deutschland nach Zahlen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zweitgrößter Geber in der Entwicklungszusammenarbeit.

Die OECD hat zum Jahresende die endgültigen Zahlen zur staatlichen Entwicklungszusammenarbeit (Official Development Assistance, ODA) für 2011 vorgestellt.

Demnach investierte Deutschland 2011 mit 10,14 Milliarden Euro erstmals einen zweistelligen Milliardenbetrag netto für die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit. Es ist damit nach den USA zweitgrößter Geber. Im Vergleich zum Jahr 2010 steigerte Deutschland seine staatlichen Entwicklungsausgaben um 2,6 Prozent. Es erreicht erneut eine ODA-Quote von 0,39 Prozent des Bruttonationaleinkommens, so das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

ODA: Die Entwicklungsleistungen Deutschlands und anderer Geber werden an der so genannten ODA-Quote (= Anteil der öffentlichen Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit am Bruttonationaleinkommen, BNE) gemessen.

"Im Jahr 2011 haben wir 17 Prozent mehr ausgegeben als noch in 2009", sagte Staatssekretär im BMZ, Hans-Jürgen Beerfeltz. "Auch die ODA-Quote ist von 0,35 Prozent des Bruttonationaleinkommens im Jahr 2009 auf 0,39 Prozent in 2011 angestiegen - und das trotz der signifikant gewachsenen Wirtschaftsleistung Deutschlands."

Besonders in Zeiten von Eurokrise und Sparanstrengungen sei dies ein starkes Signal, so Beerfeltz. "Gleichzeitig investieren wir nicht nur mehr, sondern auch wirksamer!" Er sprach damit unter anderen die Zusammenführung von drei staatlichen Durchführungsorganisationen zur Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) an.

Bereits im November hatte die OECD einen Zwischenbericht zu den Fortschritten Deutschlands in der Entwicklungszusammenarbeit vorgelegt.
Die OECD würdigt darin ebenfalls die erhöhte Schlagkraft durch die Fusion zur GIZ, die gesteigerte Politik-Kohärenz in der Bundesregierung sowie die Schwerpunktsetzung in den Bereichen Umwelt, Klima und Privatsektorförderung.

Samstag, 12. Januar 2013

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