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Integration

Konkrete Maßnahmen für gleiche Startchancen

Die Zahl der Beschäftigten mit Migrationshintergrund im Öffentlichen Dienst ist noch gering – gemessen an ihrem Anteil an den Erwerbstätigen in Deutschland.

Teilnehmerinnen an einem Integrationskurs Bild vergrößern Startchancen verbessern Foto: picture-alliance/ZB

Dabei steht die öffentliche Verwaltung vor der Herausforderung, möglichst alle gesellschaftlichen Gruppen in die Entscheidungsprozesse einzubinden und ihre Kenntnisse und Fähigkeiten zu nutzen.

Um das besser zu erreichen, sollen die Behörden künftig für eine Tätigkeit oder Ausbildung im Öffentlichen Dienst werben:

Zentrale Internetseite zu Ausbildungs- und Stellenangeboten

Die Einstellungsbehörden bei Bund, Ländern und Kommunen gewinnen ihre Nachwuchskräfte bisher nur in eigener Regie, das heißt jeder für sich. Das ist wegen des breiten Spektrums der Tätigkeiten im Öffentlichen Dienst sinnvoll, erschwert aber zugleich die Berufsorientierung. Häufig ist die Vielzahl der Ausbildungsmöglichkeiten nicht bekannt. Um das Angebot besser zu bündeln, wird eine zentrale Internetseite für Migrantinnen und Migranten entwickelt, auf der aktuelle Ausbildungsangebote des Bundes, der Länder und der Kommunen zu finden sind.

Bessere Koordinierung der Öffentlichkeitsarbeit bei der Nachwuchswerbung

Der Öffentliche Dienst soll stärker als bisher übergreifend beworben werden. Die Behörden sollen deshalb Informationsblätter erhalten, die sie an junge Leute verteilen können. Zahlreiche Behörden verfügen bereits über geeignete Verteiler und vielfältige Kontakte zu Schulen, Verbänden und so weiter.

Stärkere Einbeziehung öffentlicher Arbeitgeber in die Vermittlungstätigkeit der Bundesagentur für Arbeit

Da sich mehr als die Hälfte der Jugendlichen nach dem Schulabschluss bei der Bundesagentur für Arbeit meldet, sollen die öffentlichen Arbeitgeber enger mit der Bundesagentur als Beratungs- und Vermittlungsinstanz zusammenarbeiten.

Verwaltungsinterne Studiengänge bekannter machen

Die Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung (FH Bund) wirbt für die Studiengänge des Bundes und ist auf Messen und Jobbörsen vertreten. Sie nimmt auch an Informationsveranstaltungen der Berufsinformationszentren teil. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch "Tage der offenen Tür" am Hauptsitz der FH Bund in Brühl. Bewerberinnen und Bewerber mit Migrationshintergrund werden gezielt angesprochen. So enthalten die Ausschreibungen für das Studium im Fachbereich Allgemeine Innere Verwaltung den Hinweis: "Über Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund würden wir uns freuen."

Verwaltungsinterne Ausbildungen bekannter machen

Die Bundespolizei führt ein dreijähriges Pilotprojekt "Gewinnung von Nachwuchskräften mit Migrationshintergrund" an einer Wiesbadener Gesamtschule mit hohem Migrationsanteil durch. Die Schülerinnen und Schüler können sich umfassend über die Ausbildungsmöglichkeiten und die beruflichen Perspektiven bei der Bundespolizei informieren und ihre Arbeit in einer Projektwoche unmittelbar erleben. So eine Projektpartnerschaft gibt es seit Anfang 2011 auch mit einer Schule in Bornheim.

Verteilung eines Leitfadens für Schülerpraktika an alle Behörden

Die meisten Migranten haben keine Familienangehörigen im Öffentlichen Dienst. Bei der Suche nach einem passenden Beruf finden sie in der Regel nur Vorbilder in der gewerblichen Wirtschaft. Ein Schülerpraktikum eröffnet jungen Migrantinnen und Migranten die Möglichkeit, einen Einblick in die Beschäftigungsmöglichkeiten der Verwaltung zu bekommen. Um die Bereitschaft der Behörden zu steigern, Praktikumsangebote auszuweiten, stellt das Bundesinstitut für Berufsbildung den Behörden einen Leitfaden für Betreuer zur Verfügung, der über die Gestaltung von Schülerpraktika informiert.

Dienstag, 27. Dezember 2011

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