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Weltklimakonferenz

Kopenhagen: Jeder Staat muss einen Beitrag leisten

Zwei Wochen, die die Welt retten sollen: Der Weltklimagipfel der Vereinten Nationen in Kopenhagen hat begonnen. 192 Länder sind vertreten. Mehr als 1.500 Teilnehmer werden erwartet. Das Minimalziel: Die Erdtemperatur darf um nicht mehr als zwei Grad steigen.

In den kommenden zwölf Tagen geht es insbesondere um ein Nachfolgeabkommen für das sogenannte Kyoto-Protokoll. Das läuft Ende 2012 aus.

Der Klimagipfel beginnt mit Verhandlungen auf Arbeitsebene. Zum Ende der zweiwöchigen Konferenz reisen dann die Staats- und Regierungschefs an. Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft am 17. Dezember in Kopenhagen ein. Auch Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy und US-Präsident Barack Obama kommen zur Schlussrunde der Verhandlungen.

Mehr Informationen auf der Internetseite der UN-Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen

Erwartungen der Bundesregierung


Notwendig ist ein politisches Abkommen unter dem Dach der Vereinten Nationen, das international überwacht wird.

Es muss konkrete Ziele zur Minderung des Kohlendioxidausstoßes in den Industrieländern enthalten. Auch die Schwellenländer wie Indien und China müssen sich zu verbindlichen Klimaschutzmaßnahmen verpflichten.

Ebenso geht es um Zusagen für die Finanzierung des Klimaschutzes in den armen Staaten. Hier sollen neue, umweltschonende Technologien zum Einsatz kommen.

Über allem steht das sogenannte Zwei-Grad-Ziel. Dieser Wert bedeutet nach Überzeugung von Fachleuten einen Temperaturanstieg, der mit noch überschaubaren Folgen für die Erde verbunden ist.

"Wenn am Ende die Zwei-Grad-Grenze nicht Teil der Absprachen ist, ist Kopenhagen kein Erfolg", betonte Bundesumweltminister Norbert Röttgen jetzt in der "Bild am Sonntag".

Konferenz - „Hoffnungsträgerin der Menschheit“

Der dänische Regierungschef Lars Løkke Rasmussen forderte die Delegationen in seiner Eröffnungsrede auf, "konstruktiv, flexibel und realistisch" in die Verhandlungen zu gehen. "Differenzen können überwunden werden, wenn der politische Wille da ist."

Eine Einigung sei greifbar nahe, so Rasmussen weiter. "Lasst uns nicht auf das konzentrieren, was uns trennt, sondern auf das, was uns verbindet", appellierte er an die Delegationen aus aller Welt.

Die globale Durchschnittstemperatur ist im vergangenen Jahrhundert bereits um 0,74 Grad gestiegen, der Meeresspiegel um 17 Zentimeter. Es ist möglich, dass die Wassermarke um sieben Meter klettert, sollte das Grönland-Eis abtauen. In Afrika könnten 75 bis 250 Millionen Menschen bis 2020 aufgrund des Klimawandels an Wassermangel leiden. Daher ist es lebensnotwendig, die Erderwärmung im Bereich von zwei bis zu 2,4 Grad zu halten. Und das kostet nicht mehr als drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes bis zum Jahr 2030. (Aus der Rede des Chefs des Weltklimarates IPCC, Rajendra Pachauri, in Kopenhagen)

Montag, 7. Dezember 2009

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