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Kulturhauptstadt Europas 2010

Kulturhauptstadtjahr geht zu Ende

Nur noch wenige Tage lang ist "Essen für das Ruhrgebiet" zusammen mit der ungarischen Stadt Pécs und der türkischen Metropole Istanbul Kulturhauptstadt Europas 2010. Am kommenden Wochenende findet die offizielle Abschlussveranstaltung statt – eine gute Gelegenheit, Bilanz zu ziehen.

Winkende Menschen über einer Fahne der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 hat die Menschen begeistert Foto: RUHR.2010/Matthias Duschner

Mit einem Finale an vier Orten zugleich geht das Kulturhauptstadtjahr am 18. Dezember offiziell zu Ende. Ein passender Abschied für die Metropole Ruhr mit ihren 53 Städten. Sie war mit dem Anspruch angetreten, eine "Kulturhauptstadt für alle" zu sein.

Neumann: Herausragender Erfolg

Die Bilanz der Kulturhauptstadt ist beeindruckend: Rund 10,5 Millionen Menschen haben insgesamt 5.500 Veranstaltungen besucht, unter ihnen viele Touristen aus dem In- und Ausland. Deren Zahl stieg um 13,4 % gegenüber dem Vorjahr deutlich an.

Damit sei ein herausragender Erfolg gelungen, freute sich Kulturstaatsminister Bernd Neumann. Sein Haus hat die Kulturhauptstadt als wichtigster Förderer mit 19 Millionen Euro unterstützt. Weitere zehn Millionen Euro investierte es in das Programm „Jedem Kind ein Instrument“, das im Rahmen des Kulturhauptstadtprogramms auf die ganze Region Ruhr ausgedehnt wurde.

Vom Bund gefördert

Unter den geförderten Projekten waren Highlights wie die größte Städtepartnerschaft der Welt TWINS, die 53 Städte der Metropole Ruhr mit ihren mehr als 200 Partnerstädten in ganz Europa verband. Andere Gemeinschaftsprojekte der Städte an Rhein und Ruhr waren die Allianz der zwanzig RuhrKunstMuseen, das „Theater der Welt“ oder das Henze-Projekt mit allein über 200 Veranstaltungen.

Großprojekte wie !SING – DAY OF SONG begeisterten nicht nur die Menschen aus der Region, sondern Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland. Auch sie konnten mit Bundesmitteln realisiert werden.

Kultur für alle

Das breit gefächerte Programm bot für jeden etwas. Ein Drittel der Veranstaltungen wandten sich an Kinder und Jugendliche. Ein Höhepunkt war hier die Aufführung von Hans Werner Henzes Oper „Gisela“ mit und für junge Menschen.

Andere, wie zum Beispiel die zeitgenössische Neuerzählung der Odyssee, waren eher etwas für versierte Kulturfans. Ein Teil der Projekte machte Menschen egal welchen Alters oder Herkunft selbst zu Akteuren. Dazu gehörte etwa "SchachtZeichen", eine 4.000 Quadratmeter große Kunstinstallation, an der alle mitwirken konnten.

Stärkere Identifikation mit der Ruhrmetropole

Durch die Aktivierung der Bürgerinnen und Bürger habe die Kulturhauptstadt - so die Veranstalter -  eine Identifikation mit der Kulturmetropole bewirkt. Ruhr.2010 habe bewiesen, wie Netzwerke neuen Denkens und Handelns in Kunstproduktionen und Kulturvermittlung funktionieren könnten, erklärten sie.

Donnerstag, 16. Dezember 2010

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