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Kulturstaatsminister

Montag, 12. Dezember 2011

Pressemitteilung:
462
Ausgabejahr:
2011

Kulturstaatsminister Bernd Neumann fördert Film- und Drehbuchprojekte mit rund 1,917 Millionen Euro

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann, fördert Film- und Drehbuchprojekte mit einem Gesamtvolumen von 1.916.750 Euro.

Bei den geförderten Filmprojekten handelt es sich um folgende Vorhaben:

Spielfilmprojekte:

„Die andere Heimat“, Hersteller: Edgar Reitz Filmproduktion, München, Autoren: Gert Heidenreich/Edgar Reitz, Regisseur: Edgar Reitz, Fördersumme: 350.000 Euro.

Inhalt: Drama um zwei Brüder in einem Hunsrückdorf zur Zeit der Massenauswanderung im 19. Jahrhundert.

„Gold“, Hersteller: Schramm Film, Berlin, Autor/Regisseur: Thomas Arslan, Fördersumme: 250.000 Euro.

Inhalt: Der Film erzählt aus der Perspektive der Emily Meyer die Ge-schichte einer Gruppe deutscher Einwanderer in den USA, die Ende des 19. Jahrhunderte dem „Goldrausch“ folgen und vom kanadischen Ashcroft zum Yukon aufbrechen.

„Miss sixty“, Hersteller: Moneypenny Filmproduktion, Berlin, Autorin: Jane Ainscough, Regisseurin: Sigrid Hoerner, Fördersumme: 250.000 Euro.

Inhalt: Luise will mit 60 schwanger werden und verliebt sich in Frans, den mädchenverrückten Vater ihres Samenspenders.

„Ole Kohle Curt“, Hersteller: Komplizen Film, Berlin, Autoren: Benjamin Heisenberg/Josef Lechner, Regisseur: Benjamin  Heisenberg, Fördersumme: 250.000 Euro.

Inhalt: Der Zufall bringt den Bohemien-Kleingauner Ole Gutlicht mit dem uralten, wegen NS-Verbindungen umstrittenen Star-Psychologen Curt Ledig zusammen. Ein chaotisches Leben wird geerdet und ein schwindendes Gedächtnis gräbt die Wahrheit über seine Vergangenheit aus.

Shoot me oder alles wird gut“, Hersteller: Palladio Film, Köln, Autoren: Niko und Kiki von Glasow, Regisseur: Niko von Glasow, Fördersumme: 150.000 Euro.

Inhalt: Ein durchgeknallter kurzarmiger Regisseur und vierzehn mehr oder minder schwerbehinderte Schauspieler wollen ein erfolgreiches Theaterstück auf eine der großen Bühnen Deutschlands bringen. Eine schwer behinderte Komödie!

Dokumentarfilmprojekte:

„14-18-28“, Hersteller: 14P Hoffmann & Merten, Berlin, Autorin/Regisseurin: Cornelia Grünberg, Fördersumme: 100.000 Euro.

Inhalt: Vier Teenager werden 18. Endlich erwachsen, endlich tun und lassen, was man will! Oder ist es doch nicht ganz so bei diesen vier Teenagern, die schon seit drei Jahren Mütter sind? Langzeitbeobachtung.

„Anderson“, Hersteller: IT WORKS! Medien, Berlin, Autorin/Regisseurin: Annekatrin Hendel, Fördersumme: 50.000 Euro.

Inhalt: „Anderson“ erzählt vom wild bewegten Doppelleben eines Mannes, der einst nicht nur eine zentrale Figur des DDR-Literatur-Untergrundes war, der sich programmatisch vom Staat abkoppelt, sondern auch der Agent des Staates. Sascha Anderson scheint dem Ensemble der abgründigsten Shakespeare-Stücke entstiegen und sein Drama ist geeignet für einen Dokumentarfilm, der weit über DDR-Geschichte hinausgeht.

„Aus dem Abseits“, Hersteller: CredoFilm, Berlin,  Autor/Regisseur: Simon Brückner, Fördersumme: 30.000 Euro.

Inhalt: In den siebziger Jahren wird der Vater des Regisseurs, Peter Brückner,  zu einer Symbolfigur der Neuen Linken und bekommt als erster deutscher Hochschullehrer Berufsverbot. Dreißig Jahre nach sei-nem Tod begibt sich der Sohn auf die Spurensuche nach einem Menschen, der ihm fehlt.

„Cèsars Grill“, Hersteller: Filmtank, Hamburg, Autor/Regisseur: Dario Aquirre, Fördersumme: 70.000 Euro.

Inhalt: Cèsar, der Vater des Regisseurs, dachte, dass sein Sohn später sein Lokal in Ecuador übernehmen würde. Doch er entschied sich für die Kunst und ging nach Deutschland. Zehn Jahre später führt sie eine Notlage zusammen. Der Sohn ist eingefleischter Vegetarier und macht sich auf, das Grillrestaurant des Vaters zu retten.

„Gestapogelände“, Hersteller: Martin Gressmann, Berlin, Au-tor/Regisseur: Martin Gressmann, Fördersumme: 68.750 Euro.

Inhalt: Langzeitbeobachtung des Geländes "Topographie des Terrors" in Berlin-Kreuzberg.

„Julia“, Hersteller: JJ. Baier Filmproduktion, Berlin, Autorin/ Regisseurin: J. Jackie Baier, Fördersumme: 48.000 Euro.

Inhalt: Was treibt einen Jungen von der Kunstschule dazu, von zu Hau-se wegzulaufen, um als Mädchen in den Straßen von Berlin, in den stickigen Stuben eines Stundenhotels, auf verklebten Sesseln eines Sexkinos, den eigenen Körper zu verkaufen?

„Mühlheim-Texas oder Die wirklich wahrste Wahrheit über Helge Schneider“, Hersteller: Archipelago Filmproduktion, Stuttgart, Autorin/ Regisseurin: Andrea Roggon, Fördersumme: 90.000 Euro.

Inhalt: Mit diesem dokumentarischen Roadmovie begibt sich der Film in den Alltag von Helge Schneider. Die verschiedenen Stationen seines Lebens werden durch das übergeordnete Thema der Reise verbunden. Das Berufliche und das Persönliche, das Große und das Kleine, das Spießige und das Geniale werden dem Zuschauer auf diesem Weg begegnen.

 

Als Drehbuchprojekte wurden gefördert:

„Die andere Sonne“, Autor: Oliver Keidel, Hamburg, Fördersumme: 30.000 Euro.

Inhalt: Die Liebe der idealistischen Deutschen Mel mit dem maghrebinischen Geophysiker Brahim scheitert am Misstrauen zwischen ihren Kulturen. Mel ringt danach bei dem Industrieprojekt "S.U.N.", das in der Sahara Solarstrom für Europa erzeugen will, um ethische Standards. Die Welle der Demokratisierung in Nordafrika droht, das Projekt zu stoppen und zwingt Mel und Brahim, sich ein einziges Mal gegenseitig zu vertrauen.

„Die perfekte Trinkerin“, Autor: Igor Heitzmann, Berlin, Fördersumme: 30.000 Euro.

Inhalt: Sie verliert sich im Rausch und bleibt zugleich Herrin ihrer selbst. Nana, 38, ist eine perfekte Trinkerin. Bis der Körper sie an die Grenzen des Todes führt. Ihre Sucht ist so leidenschaftlich wie eine Liebesbeziehung, doch Nana entscheidet, dass sie leben will, für sich und für ihr Kind.

„Geschwister“, Autor: Jan Krüger, Berlin, Fördersumme: 30.000 Euro.

Inhalt: Thies arbeitet für eine Immobilienverwaltung in Berlin. Unter der Hand besorgt er einem polnischen Geschwisterpaar eine kostenlose Wohnung. Doch Großzügigkeit ist nicht sein einziges Motiv. Thies beginnt eine Affäre mit dem Bruder. Und taucht Schritt für Schritt tiefer in das Geheimnis der "Geschwister" ein.

„Mein Heim“, Autor: Peter Kahane, Berlin, Fördersumme: 30.000 Euro.

Inhalt: DDR 1965. Der 14jährige Simon kommt in ein Heim, wo ihn viele ungewohnte Konfliktfelder erwarten. Er meistert sie mit Humor, Charme und Musik. Dann entdeckt er das Geheimnis des Heimleiters und macht sich den ehemaligen Hauptmann der Wehrmacht zu einem starken Gegner. Die Erfahrungen aus dem Heim werden sein Leben bestimmen.

„Mit der Tür ins Haus“, Autor: Marc Ottiker, Berlin, Fördersumme: 30.000 Euro.

Inhalt: Der Kunstmaler Armin darf wegen seiner manischen Veranlagung nicht glücklich sein. Um nicht in messianische und gefährlich überspannte Euphorien zu schlittern, versucht er beruflichen Erfolg und privates Glück von sich fern zu halten. Erst als ihm mit Jolanda das Glück regelrecht die Tür einrennt, kann er seinem wahren Ich nicht mehr ausweichen.

„Muttertochter“, Autorin: Jutta Brückner, Berlin, Fördersumme: 30.000 Euro.

Inhalt: Als Ursulas Mutter dement wird, kommen auch für ihre Tochter scheinbare Sicherheiten ihres Lebens ins Wanken. In einem Strom der Erinnerung rekonstruiert sich das inzestuöse Begehren in einer Kleinfamilie.

„Tag X“, Autorin: Elke Hauck, Berlin, Fördersumme: 30.000 Euro.

Inhalt: Ein Mann und seine Familie sterben bei einem Verkehrsunfall. Ein anderer Mann, ein erfahrener Polizeikommissar, begegnet dem ersten Mann im Moment des Todes, wodurch eine schleichende Veränderung in ihm beginnt.

Die Auswahl der Projekte aus 65 programmfüllenden Film- und 72 Drehbuchprojekten, die zum 1. September 2011 eingereicht worden waren, erfolgte auf Vorschlag der Jury „Produktionsförderung A“ (programmfüllende Spiel- und Dokumentarfilmvorhaben). Diese tagte in folgender Zusammensetzung: Meike Kordes (Produzentin/Berlin), Claus Löser (Filmwissenschaftler/Berlin), Georg Miros (Verleiher/Berlin), Maria Mohr (Regisseurin/Berlin), Herbert Schwering (Produzent/Köln, Vorsitzender), Linda Söffker (Filmwissenschaftlerin/Berlin), Christian Wagner (Regisseur/Produzent/München) und Connie Walther (Regisseurin/Berlin). Christian Wagner hat an der Entscheidung zur Drehbuchförderung nicht teilgenommen.

Der nächste Einreichtermin ist der 1. März 2012. Die Richtlinie und die Antragsformulare sind im Internet unter www.kulturstaatsminister.de abrufbar.

Kontakt/Information:

Filmreferat des BKM, Telefon: 030/18 681-44357, Fax: -544357,

E-Mail: K35@bkm.bund.de

Pressestelle BKM, Telefon: 030/18 272-3281, Fax: -3259,

E-Mail: pressestelle-bkm@bpa.bund.de

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