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Kulturstaatsminister

Freitag, 16. Dezember 2011

Pressemitteilung:
466
Ausgabejahr:
2011

Kulturstaatsminister Bernd Neumann: Förderung von Modellprojekten zum Erhalt des schriftlichen Kulturguts - wichtiger Schritt zu nationalem Bestandserhaltungskonzept

Kulturstaatsminister Bernd Neumann und die Kulturstiftung der Länder fördern erneut 40 Projekte zum Erhalt schriftlichen Kulturguts mit insgesamt 513.000 Euro.

Davon trägt der Bund 413.000 Euro und die Länder 100.000 Euro. Aus den Vorhaben sollen grundlegende Erkenntnisse über Verfahren und Materialen zur Restaurierung und Konservierung von schriftlichem Kulturgut gewonnen werden. Die Forschungs- und Projektergebnisse sollen Ausgangsbasis für die Erstellung eines nationalen Bestandserhaltungskonzeptes bilden.

Die Projekte, die sich insbesondere mit der Gefährdung der Dokumente durch Feuer und Wasser befassen, werden von der Koordinierungsstelle begleitet. Bis Ende Februar 2012 werden die Vorhaben abgeschlossen sein.

Der Kulturstaatsminister erklärte: „Die Ergebnisse der Projekte werden einen weiteren Beitrag zur Rettung historischer Bestände in Archiven und Bibliotheken leisten. Neue Erfahrungen zum Beispiel im Umgang mit feuer- und brandgeschädigten Dokumenten können gewonnen werden und als gute Praxisbeispiele Vorbild für weitere Bestandserhaltungsmaßnahmen sein.“

Zu den geförderten Projekten gehören u. a.:

  • Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Weimar: Erforschung nachhaltiger Methoden und Materialien für die Restaurierung von hitze- und wassergeschädigten Gewebebänden;
  • Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien, Potsdam: Konservierung des Teilbestandes der Alex-Bein-Bibliothek;
  • Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern: Restaurierung des Mecklenburgischen Planschatzes aus dem 18. Jahrhundert;
  • Bibliothek der Landeskirche und des Predigerseminars, Braunschweig: Restaurierung der spätmittelalterlichen Handschriften der Stiftsbibliothek Gandersheim;
  • Niedersächsisches Landesarchiv, Hannover: Erstellung eines Restaurierungskonzeptes für hochwassergeschädigte Archivalien;
  • Sylter Archiv: Restaurierung des brandgeschädigten Bestandes „Landvogteiakten 1665-1919“;
  • Archiv der Katharinenspitalstiftung, Regensburg: Restaurierung von Amtsbüchern.

Die Koordinierungsstelle für den Erhalt des schriftlichen Kulturguts wurde im August 2011 bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz eingerichtet und bei der Staatsbibliothek zu Berlin angesiedelt. Ihre Hauptaufgabe besteht in der Erstellung eines nationalen Bestandserhaltungskonzeptes, der Evaluierung bereits vorhandener Erkenntnisse, der Vernetzung bestehender Institutionen sowie der Unterstützung der Forschung und des Erkenntnisgewinns durch Förderung von Modellprojekten. Zu diesem Zweck werden ihr jährlich 500.000 Euro aus dem Haushalt des Kulturstaatsministers zur Verfügung gestellt. Die Länder beteiligen sich über die Kulturstiftung der Länder mit weiteren 100.000 Euro.

Pressekontakt:

Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts an der Staatsbibliothek zu Berlin – SPK, Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin
Tel +49 30 266 431444

Fax +49 30 266 331444

kek@sbb.spk-berlin.de

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