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Samstag, 28. November 2009

Kulturstaatsminister Bernd Neumann im Interview mit der Bild-Zeitung Bremen

Interview mit:
Bernd Neumann
Quelle:
erschienen in "BILD-Bremen"

Bernd Neumann sprach mit René Möller von der Bild-Bremen unter anderem über Themen seiner zweiten Amtszeit, Sport und Bremen.

Das Interview im Wortlaut:

Bild: Herr Neumann, Glückwunsch zu Ihrer zweiten Amtszeit. War Weitermachen immer klar?

Bernd Neumann: Viele Kulturschaffende und Künstler baten die Kanzlerin, mich erneut in dieses Amt zu berufen. Sie hat mich angerufen und gefragt: "Sie machen doch weiter?" Ich habe mit ja geantwortet. Das war nur ein kurzes Telefonat.

Bild: Sagen Sie Du zur Bundeskanzlerin?

Neumann: Nein, wir siezen uns. Offiziell rede ich sie mit Frau Bundeskanzlerin an. Aber wenn wir z.B. eine SMS austauschen, heißt es „Liebe Frau Merkel“ oder „Lieber Bernd Neumann“. Ihre SMS endet immer mit ‚am‘ – zuerst wusste ich überhaupt nicht, von wem die ist.

Bild: Welche Projekte haben Sie sich für die neue Amtszeit vorgenommen?

Neumann: Ich möchte vieles auf den Weg bringen. Zum Beispiel das Berliner Stadtschloss. Das wird das größte Kultur-Bauprojekt in diesem Jahrzehnt, wahrscheinlich in diesem Jahrhundert. In einer Größenordnung von knapp 600 Millionen Euro. Ich will ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in den nächsten zwei, drei Jahren verwirklichen. Vor allen Dingen verstehe ich mich als Anwalt der Kultur. Werde besonders darauf achten, dass auch in finanziell schweren Zeiten die Kultur nicht unter die Räder kommt.

Bild: Sie haben hier im Kanzleramt eine der größten Terrassen. Wie kommt das?

Neumann: Mein Büro sollte früher mal eine Gästewohnung werden. Manchmal arbeite ich bis spät in den Abend hier. Dann geh ich raus und sage an Goethe denkend: „Oh, Augenblick, verweile doch, du bist so schön!"

Bild: Sie lieben Ihren Job?

Neumann: Es ist die schönste Aufgabe meines Lebens!

Bild: Treiben Sie Sport?

Neumann: Ich spiele im Freundeskreis des SV-Werder jeden Samstag mit alten Weggefährten Fußball. Seit 1979 ist das für mich ein fast heiliger Termin, wenn ich in Bremen bin. Ich spiele gern vorn und immer links. Und hier in Berlin gehe ich zweimal die Woche im Tiergarten Joggen.

Bild: Können Sie auch was für Bremen tun?

Neumann: Ich mache das laufend. In den letzten vier Jahren haben wir 17 verschiedene Projekte gefördert. Darunter die Kunsthalle, das Paula-Modersohn- Becker-Museum, den St. Petri Dom und die Overbeck-Stiftung. Und auch in meiner neuen Amtszeit werde ich immer auch an Bremen denken.

Bild: Sie waren fast 30 Jahre Bremens CDU-Chef. Wie arbeitet Ihr Nachfolger Thomas Röwekamp?

Neumann: Ich verfolge hier in Berlin aufmerksam, was in Bremen los ist, möchte Thomas Röwekamp aber nicht in die Arbeit reinreden. Er muss seinen eigenen Weg gehen.

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