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Mittwoch, 11. Januar 2012

Pressemitteilung:
8
Ausgabejahr:
2012

Kulturstaatsminister Bernd Neumann: Sanierung von Haus 1 / Normannenstraße ermöglicht Aufarbeitung der SED-Diktatur am authentischen Ort

Nach der denkmalgerechten Sanierung des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit erklärte Kulturstaatsminister Bernd Neumann bei dem Presserundgang durch Haus1/Normannenstraße:

„Die denkmalgerechte Sanierung der ehemaligen Stasi-Zentrale in Berlin ist ein weiterer bedeutender Meilenstein bei der verstärkten Aufarbeitung des SED-Unrechts. Gerade von hier ging der unmenschliche Terror aus, der die DDR als Diktatur, als ein Staat mit Unterdrückung und Repression kennzeichnete. Auf meine Initiative konnte dieser authentische Ort mit Mitteln des Konjunkturprogramms der Bundesregierung in Höhe von 11 Mio. Euro für nachfolgende Generationen erhalten werden. Mit dieser Maßnahme als Bestandteil der Gedenkstättenkonzeption wird der Wille der Bundesregierung deutlich, auf Dauer über die unmenschliche SED-Diktatur aufzuklären und dem Vergessen und der Verharmlosung entgegenzuwirken.

Mit Abschluss der Sanierung können nun auch die Vereine und Verbände aus dem Bereich der Bürgerrechtsbewegung sowie der Opferverbände nach Haus 1 zurückkehren, die diesem Gebäude seinen unverwechselbaren Charakter als Zentrum der Aufarbeitung der SED-Diktatur verleihen. Das wollen wir, um der Bedeutung der Bürgerrechtsinitiativen und Opferverbände für die friedliche Revolution angemessen Rechnung zu tragen.“

Die Sanierung von Haus 1 ist Bestandteil der vom Kulturstaatsminister vorgelegten Gedenkstättenkonzeption des Bundes. Sie sieht ebenfalls die Sanierung und den Umbau des ehemaligen MfS-Untersuchungsgefängnisses in Berlin-Hohenschönhausen für die geplante Dauerausstellung vor. Am 13. August 2011, dem 50. Jahrestag des Mauerbaus, wurde bereits ein weiterer Abschnitt der Open-Air-Ausstellung an der Bernauer Straße der Öffentlichkeit übergeben. Im September hatte die Bundeskanzlerin die neue Dauerausstellung des Hauses der Geschichte im Tränenpalast an der Friedrichstraße eröffnet.

An der Pressevorbesichtigung nahmen auch Staatssekretär Rainer Bomba (Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung), Roland Jahn (Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR – BStU) und Bernd Lippmann (Vorsitzender des Vorstands der Antistalinistischen Aktion Berlin-Normannenstraße e.V. – ASTAK) teil.

Haus 1 wurde in den Jahren 2010 und 2011 im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung mit 11 Mio. Euro aus dem Konjunkturpaket II saniert und denkmalgerecht instandgesetzt. Ab dem 14. Januar 2012 wird Haus 1 mit den historischen Dienst- und Arbeitsräumen Erich Mielkes und Ausstellungsangeboten wieder für das Publikum  dauerhaft geöffnet. Zum Auftakt veranstalten an diesem Samstag BStU und ASTAK einen Bürgertag in der ehemaligen Stasi-Zentrale unter dem Motto „Wissen wie es war“.

Weitere Informationen unter: www.bstu.bund.de; www.stasimuseum.de

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