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Kulturstaatsminister

Samstag, 3. Dezember 2011

Pressemitteilung:
450
Ausgabejahr:
2011

Kulturstaatsminister Bernd Neumann zum 24. Europäischen Filmpreis: Der europäische Film leistet wichtigen Beitrag zur europäischen Integration

Anlässlich der Verleihung des Europäischen Filmpreises in Berlin am (heutigen) Samstag erklärt Kulturstaatsminister Bernd Neumann:

"Europa wird in den Schlagzeilen der letzten Monate fast ausschließlich durch die Krise in Wirtschaft und Finanzen wahrgenommen. Natürlich müssen wir auf die Fragen Antworten haben und die Krise überwinden. Aber Europa ist mehr als Ökonomie und Euro. Ein geeintes Europa begründet sich durch die über Jahrhunderte in christlich-abendländischer Tradition gewachsenen, gemeinsamen kulturellen Werten. Diese Wertegemeinschaft gilt es zu erhalten, zu erneuern und auszubauen. Die europäische Kultur macht die Identität eines geeinten Europas aus. Kultur ist die Quelle der Kreativität; und gerade in einer Krise sind wir auf diese angewiesen. Der Deutsche Bundestag hat erst vor wenigen Tagen beschlossen, den Kulturhaushalt in Deutschland um 5,1 % zu erhöhen – zum 7. Mal in Folge. Diese Erhöhung ist der Erkenntnis geschuldet, dass die Förderung von Kunst und Kultur keine Subvention, sondern eine wichtige Investition in die Zukunft ist – und das gilt für Deutschland wie für ganz Europa. Deshalb begrüße ich ausdrücklich, dass die Europäische Kommission kürzlich vorgeschlagen hat, die Ausgaben im Bereich Kultur und Medien für die nächste Dekade (2014 - 2020) um 37 % zu erhöhen (auf insgesamt 1,88 Milliarden Euro). Dieses wird auch den Aktivitäten für den europäischen Film zugute kommen. Die Verleihung des Europäischen Filmpreises dokumentiert, wie eng wir bereits in einem wichtigen, dem wohl emotionalsten Bereich der Kultur zusammen sind. Dies gilt es zu verstärken und auszubauen, um aus dem Europa der Ökonomie und der Finanzen ein geeintes Europa der Herzen werden zu lassen.“

Unter den rund 1.000 Gästen, die zu der Preisverleihung im Berliner Tempodrom erwartet werden, sind  neben Kulturstaatsminister Bernd Neumann auch die für Kultur zuständigen Ministerinnen und Minister aus Österreich (Claudia Schmied), Estland (Rein Lang), dem Kosovo (Memli Krasniqi) und aus Georgien (Nicholas Rurua).

Den Europäischen Filmpreis verleiht die in Berlin ansässige European Film Academy (EFA) seit 1988. Mit Wim Wenders „Pina“ ist eine deutsche Produktion in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ nominiert. Insgesamt werden 17 Preise vergeben. Die 2.600 EFA-Mitglieder wählen die Gewinner in den verschiedenen Kategorien. Aus dem Etat des Kulturstaatsministers wird die EFA mit jährlich 160.000 Euro unterstützt.

Mehr Informationen unter: www.europeanfilmacademy.org

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