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ELENA-Verfahren

Leichter zum Eltern-, Wohn- oder Arbeitslosengeld

"Seit 1. Januar sind wir verpflichtet, monatlich die in Ihrer Entgeltabrechnung enthaltenen Daten an die Zentrale Speicherstelle zu übermitteln." Ein vergleichbarer Text findet sich neuerdings auf allen Gehaltszetteln. Dahinter steckt Elena, das neue Verfahren zum Elektronischen Entgeltnachweis.  

Die Bundesregierung will die Bürokratiebelastungen für die Wirtschaft abbauen. Eine der wesentlichen Maßnahmen ist das Elena-Verfahren.

Fakten zum Elena-Verfahren 

Unternehmen stellen jährlich rund 60 Millionen Bescheinigungen in Papierform für ihre Beschäftigten aus. Diese Nachweise werden unter anderem bei Leistungsanträgen an Behörden benötigt, die einkommensabhängig sind. Hierzu gehört zum Beispiel das Wohngeld.

Das wird zukünftig für alle Beteiligten einfacher. Die Unternehmen melden ab 1. Januar 2010 Daten über Bezüge und Gehälter verschlüsselt an eine zentrale Speicherstelle. Dort werden diese ohne Namensnennung gespeichert. 

Zwei Jahre später greift dann das Elena-Verfahren richtig. Vom 01.01.2012 werden die gespeicherten Daten für Anträge von Bürgerinnen und Bürgern durch die zuständigen Behörden direkt in der zentralen Speicherstelle abgerufen. Beispiele für solche Anträge sind: Arbeitslosengeld I, Wohngeld oder Elterngeld.

Vorteile für beide Seiten

Unternehmen müssen dann nicht mehr Bescheinigungen in Papierform ausstellen und archivieren. Rund 85,6 Millionen Euro sparen sie dadurch jährlich. 

Wenn in Zukunft alle Bescheinigungen in das Elena-Verfahren eingebunden sind, können die Unternehmen weitere rund 200 Millionen Euro einsparen. Eine Aufgabe, die die Bundesregierung schrittweise lösen wird,

Auch die Vorteile für Erwerbstätige liegen auf der Hand:

  • Sozialleistungen können einfacher und schnell beantragt werden.
  • Behörden können die Anträge schneller bearbeiten und die Ansprüche direkt berechnen.
  • Einkommensnachweise müssen nicht mehr beim Unternehmen erbeten werden. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber erfahren nichts von den beantragten Sozialleistungen.
  • Fehler durch die manuelle Dateneingabe entfallen. 

Sicherer Datenabruf mit Signaturkarte

Gegen den Willen der Antragsteller kann niemand auf die gespeicherten Daten zugreifen. Sie sind zu keiner Zeit ohne Einwilligung lesbar! Nur wenn Bürgerinnen und Bürgern ihre Daten „freigeben“,  können Angaben für die Antragsbearbeitung entschlüsselt und von Behörden abgerufen werden.

Dazu ist eine Karte mit einer so genannten "qualifizierten Signatur" erforderlich. Sie ersetzt die eigenhändige Unterschrift. Auch die Zugangsberechtigung für die Beschäftigten der Verwaltung erfolgt mittels einer Signaturkarte.

Bisher werden die Signaturkarten kaum genutzt. Künftig sind sie in der Kommunikation mit Behörden und auch im privaten Geschäftsverkehr nicht mehr wegzudenken. Signaturkarten bieten die Möglichkeit, sich im Internet auszuweisen und auf elektronischem Weg rechtssicher zu unterschreiben.

Mittwoch, 30. Dezember 2009

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