Navigation und Service

Inhalt

Beschäftigung

Mehr Ältere im Arbeitsmarkt

Die Situation Älterer auf dem Arbeitsmarkt verbessert sich seit einigen Jahren kontinuierlich. Im November 2011 lag die Arbeitslosenquote bei 6,4 Prozent und es gab eine halbe Million sofort zu besetzender Stellen. Von der anhaltend guten wirtschaftlichen Entwicklung profitieren auch die 55- bis 65-Jährigen.

Beschäftigter bei der Arbeit. Mehr Chancen für Ältere auf dem Arbeitsmarkt Foto: Ulf Dieter

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben weiter zugenommen und liegen deutlich über dem Vorjahresniveau.

Ältere Arbeitssuchende bekommen mehr Angebote

Rund eine halbe Million offene und sofort zu besetzende Stellen hat die Bundesagentur für Arbeit (BA) im November vermeldet. Davon profitieren auch Ältere.

Die Bundesregierung fördert die Erwerbstätigkeit der über 55-Jährigen besonders durch Weiterbildungsmaßnahmen und verstärkte Bemühungen in der Vermittlung. Das Ziel der Bundesregierung ist: Jeder, der arbeiten will und dies auch kann, sollte eine Arbeitsstelle haben.

Das war nicht immer so. Die bis zum 31. Dezember 2007 geltende so genannte 58er-Regelung sah vor: Arbeitslose, die das 58. Lebensjahr vollendet hatten, konnten Arbeitslosengeld I und II unter erleichterten Bedingungen beziehen. Sie konnten der Arbeitsagentur beziehungsweise dem Jobcenter gegenüber erklären, dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Trotzdem konnten sie weiter Arbeitslosengeld I und II beziehen. Voraussetzung war, dass der Betreffende bereit war, zum frühestmöglichen Zeitpunkt eine abschlagsfreie Rente zu beantragen. Sie wurden daher auch nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik erfasst.

2008 wurde diese Regelung geändert. Im Saldo hat sich seitdem die Inanspruchnahme vorruhestandsähnlicher Regelungen verringert.

Mehr Transparenz

Jeder, der Arbeitslosengeld oder Grundsicherung bezieht, wird von den bei der BA geführten Statistiken erfasst. Mit dem Übergang zur neuen Regelung bleiben die über 58-Jährigen nun im Fokus der Arbeitsvermittlung. Die neue Regelung sieht vor: Arbeitslose über 58 Jahre, die in der Grundsicherung Leistungen erhalten, gelten nicht mehr als arbeitslos, wenn sie innerhalb eines Jahres kein Stellenangebot erhalten haben. Ihre Zahl wird seit Mai 2009 in der laufenden Berichterstattung der BA zur Unterbeschäftigung offengelegt.

In dieser Statistik werden auch die Zahlen der Personen ausgewiesen, die in Fortbildungsmaßnahmen sind. Sie gelten solange nicht als arbeitslos.

Die Unterbeschäftigung ist ebenfalls rückläufig. Im November belief sich die Unterbeschäftigung auf 3.859.000 Personen. Das waren eine halbe Million weniger als vor einem Jahr.

Erfahrene Arbeitskräfte werden gebraucht

Der Anteil der Erwerbstätigen bei den 55- bis 65-Jährigen stieg von rund 37 Prozent im Jahr 2000 auf rund 58 Prozent im Jahr 2010. Im 2. Quartal des Jahres 2011 erhöhte er sich sogar noch einmal auf rund 60 Prozent. Vor einem Jahr waren 8,5 Prozent der Altersgruppe der 55- bis 65-Jährigen arbeitslos. Im November 2011 ist dieser Anteil auf acht Prozent zurückgegangen.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen im Oktober gegenüber dem Vorjahr um 477.000 auf 41,55 Millionen gestiegen. Nach der Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit lag die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im September bei 28,97 Millionen. Dies entspricht einem Zuwachs von 698.000 gegenüber dem Vorjahr.

Freitag, 30. Dezember 2011

Seitenübersicht

Beiträge