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Unfrage

Mehrheit der Afghanen blickt hoffnungsvoll in die Zukunft

70 Prozent der Bürger in Afghanistan sind optimistisch. Die Lebensbedingungen steigen und die Entwicklung im Land geht vorwärts. Das zeigt eine aktuelle Umfrage im Auftrag der Fernsehsender ARD, ABC und BBC über die aktuelle Lage in Afghanistan.

Schülerinnen bei Hausaufgaben Mädchen dürfen wieder in die Schule gehen Foto: FAOK

Zuversichtlicher als im vergangenen Jahr beurteilte ein Großteil der Bürger die derzeitige Situation im Land, die Regierungsführung und internationalen Einsätze. Das Afghan Center for Socio-Economic and Opinion Research stellte 1.534 Frauen und Männern knapp 100 Fragen.

70 Prozent der Befragten sagten, das Land gehe in die richtige Richtung. 2009 teilten nur 40 Prozent diese Meinung. Knapp zehn Prozent mehr als im vergangenen Jahr äußerten sich positiv über die jetzigen Lebensbedingungen. Auch der Gedanke an die Zukunft ist weitaus positiver als 2009. 71 Prozent glauben, dass die nächsten Jahre eine Verbesserung für das Land mit sich bringen, während 2009 nur 52 Prozent darauf hofften.

Afghanen leben unter besseren Lebensbedingungen

Die Zufriedenheit über Berufsmöglichkeiten, Infrastruktur, Strom und Ernährung macht deutlich, dass das Land im steten Aufbau ist. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass der Aufbau in Afghanistan keineswegs abgeschlossen ist. 34 Prozent der Befragten sagten wie im letzten Jahr, dass wirtschaftliche Probleme zu den größten Herausforderungen der Zukunft zählen. Gewalt und Korruption wurden von 32 Prozent als größtes Problem angesehen. 2009 waren es noch 38 Prozent.

Sicherheit im Land nimmt zu

Die Sicherheit im Land wird zunehmend stabiler eingeschätzt. Die Taliban sind in den vergangenen zwölf Monaten für 40 Prozent der Befragten schwächer geworden, 30 Prozent schätzen sie stärker ein. 2009 lieferten die Zahlen ein umgekehrtes Bild. 40 Prozent hielten damals die Taliban für stärker.

Die aktuellen Antworten lassen sich auf verschiedene Faktoren zurückführen. Gegenüber der letzten Umfrage vor einem Jahr wird die Regierung um Präsident Karzai dieses Jahr als effektiv und vertrauenswürdig eingeschätzt. Gleiches gilt für die Arbeit der Polizei und der afghanischen Armee.

Bürger erkennen internationale Hilfe an

Die Arbeit ausländischer Truppen wird weiterhin überwiegend positiv gesehen. Der Einsatz der USA und der Isaf erhielt leicht gestiegene Zustimmung. Die Truppenverstärkung durch die USA wurde von 61 Prozent begrüßt, auch wenn die Meinungen darüber, wann ein Truppenabzug sinnvoll ist, auseinandergehen. 29 Prozent der Befragten stellt die Abzugsperspektive in Abhängigkeit zur Sicherheitslage im Land.

Die Einstellung gegenüber Deutschen bleibt mehrheitlich positiv. 59 Prozent der Befragten äußerte sich positiv über den deutschen Einsatz. Das sind zehn Prozent weniger als 2009. Daneben stieg der Wert der negativen Beurteilung um vier Prozent auf 21 Prozent.

Festzustellen ist ein neuer Optimismus in Afghanistan. Wider den Zukunftspessimismus nach der Taliban-Herrschaft Ende 2001 sieht sich die Bevölkerung und ihr Land auf einem guten Weg.

Mittwoch, 13. Januar 2010

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