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Deutsche Wirtschaft

Mit Tempo ins neue Jahr

Die Konjunkturaussichten für Deutschland hellen sich schnell wieder auf: Nach einem schwachen letzten Quartal 2012 wird das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um insgesamt 0,9 Prozent steigen. Das geht aus den "Wintergrundlinien 2013" des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin hervor.

Container-Terminal im Hamburger Hafen Anstieg der Exporte erwartet Foto: Sebastian Bolesch

Im kommenden Jahr ist demnach sogar eine Wachstumsrate von mehr als zwei Prozent möglich.

Auch Bundeswirtschaftsminister Rösler rechnet für das laufende Jahr mit einem robusten Wachstum. Das negative vierte Quartal 2012 sei nur eine vorübergehende Schwächephase gewesen, sagte Rösler am Montag in Berlin. Aus der Industrie vernehme er positive Auftragssignale. Zudem zeige sich, dass Investitionen nur aufgeschoben, aber nicht aufgehoben worden seien.

Die Bundesregierung wird in der kommenden Woche ihren Jahreswirtschaftsbericht im Bundeskabinett beschließen.

Exportaussichten bessern sich

Der größte Hemmschuh für die deutsche Wirtschaft ist weiterhin die Krise im Euroraum, so die Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Darunter leiden auch die deutschen Exporte: So waren die Ausfuhren in den Euroraum in den ersten zehn Monaten 2012 insgesamt geringer als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Im Verlauf dieses Jahres erwartet das DIW – vor allem aufgrund der anziehenden Weltkonjunktur – einen kräftigeren Anstieg der Exporte.

Privater Konsum stützt Wachstum

Nach Einschätzung des DIW stützt sich die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland vor allem auf die inländische Nachfrage. "Die Binnennachfrage wird in diesem und auch im kommenden Jahr die wesentliche Stütze des Wachstums sein", sagte DIW-Deutschlandexperte Junker.

Grund dafür sei in erster Linie der robuste Arbeitsmarkt: Zwar seien der Anstieg der Erwerbstätigenzahl seit dem Spätsommer 2012 zunächst zum Stillstand gekommen und die Arbeitslosenquote leicht gestiegen. Entlassungen würden von den Unternehmen aber durch verkürzte Arbeitszeit und den Abbau von Überstunden weitgehend vermieden. Damit können diese ihr Personal im bereits absehbaren Aufschwung schnell wieder in vollem Umfang einsetzen.

Zudem werden die Löhne kräftig steigen, so die Einschätzung des DIW. In einigen Branchen seien bereits kräftige Lohnerhöhungen für das Jahr 2013 vereinbart worden.

Mittwoch, 9. Januar 2013

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