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Rohstoffstrategie

Nachhaltige Rohstoffversorgung sichern

Deutschland hat als Industrieland ein großes Interesse an einer bedarfsgerechten Versorgung mit nicht-energetischen, mineralischen Rohstoffen.

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle: "Für die Zukunft des Hochtechnologiestandorts Deutschland ist die Versorgung mit bezahlbaren Industrierohstoffen von entscheidender Bedeutung.“

Für eine langfristige und sichere Rohstoffversorgung ist das abgestimmte Handeln aller Politikbereiche und der Wirtschaft entscheidend. Die Bundesregierung leistet dazu mit rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen ihren Beitrag. Mit der Rohstoffstrategie wird die Rohstoffpolitik im Bereich der nicht-energetischen mineralischen Rohstoffe neu ausgerichtet. 

Mineralische, nicht-energetische Rohstoffe sind Bodenschätze, die durch Bergbau gewonnen werden. Energetische Rohstoffe wie etwa Öl, Gas und Kohle, sind davon ebenso ausgenommen wie nachwachsende (Agrar-)Rohstoffe.

Bundesregierung unterstützt Unternehmen

Die Wirtschaft ist grundsätzlich für die Rohstoffsicherung verantwortlich. Die Bundesregierung setzt hier jedoch ihre außenpolitischen und entwicklungspolitischen Instrumente ein. Teil der Rohstoffstrategie ist deshalb der Aufbau von Rohstoffpartnerschaften mit ausgewählten Ländern.

Eine Unterstützung der Wirtschaft findet durch Forschungsförderung und Garantien statt. Weiterhin steht die im Oktober gegründete Rohstoffagentur der Industrie beratend zur Seite. 

Rohstoffe sollen nicht nur umweltverträglich gewonnen, sondern auch bestmöglich genutzt werden. Daher sollen die Rohstoffpotenziale nun auch durch durch effiziente Gewinnungs- und Verarbeitungstechnologien erschlossen werden.

Nachhaltige Rohstoffwirtschaft

Die Bundesregierung will diese Ziele im Sinne des Leitgedankens der nachhaltigen Entwicklung erreichen. Ökonomische, ökologische und soziale Belange einer nachhaltigen Rohstoffwirtschaft finden dabei gleichrangig Berücksichtigung.

Denn mit ihrer Rohstoffstrategie strebt die Bundesregierung einen ganzheitlichen rohstoffpolitischen Ansatz an – mit einer möglichst engen Verzahnung aller nationalen und internationalen politischen Ebenen.

Internationale Vorreiterrolle

Die Strategie ist inhaltlich eng mit der Rohstoffinitiative der Europäischen Kommission verbunden. 

Die Industrienationen in Europa müssen sich Gedanken über ihre langfristige Rohstoffversorgung machen, so Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Festrede vor dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft. „Das bezieht sich eben nicht nur auf Erdgas und Erdöl, sondern geht inzwischen auch weit darüber hinaus. Gerade auch in Zentralasien gibt es eine breite Palette von interessanten Vorkommen, bis hin zu den "Seltenen Erden", die wir etwa für Elektrobatterien noch brauchen werden.“

Mittwoch, 20. Oktober 2010

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