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Hauptstadtkultur

Neue Ideen für das Humboldt-Forum

Im Berliner Schloss soll mit dem Humboldt-Forum ein Zentrum der Weltkulturen entstehen. Kernstück wird die so genannte "Agora" sein. Das Konzept für diesen zentralen Veranstaltungsort wird der neue Projektleiter Martin Heller entwickeln. Unterstützt wird er dabei von einem Beraterkreis.

Martin Heller (4.v.l.) und sein Team. Ganz links der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Hermann Parzinger neben Kulturstaatsminister Bernd Neumann Martin Heller und sein Team Foto: REGIERUNGonline/Thiel

Mit dem Schweizer Martin Heller konnte für dieses Amt ein international erfahrener Kulturmanager gewonnen werden. Heller hat sich zuletzt als Intendant der Kulturhauptstadt Europas Linz 2009 einen Namen gemacht. Davor war er von 1999 bis 2003 künstlerischer Direktor der Schweizer Landesausstellung Expo.02. Zwischen 1990 bis 1998 leitete er das Museum für Gestaltung Zürich.

Martin Heller habe bewiesen, dass er kulturelle Großprojekte entwickeln und organisieren könne, erklärte Kulturstaatsminister Bernd Neumann heute bei der Vorstellung Hellers in Berlin.

Konzept soll bis 2013 stehen

Zusammen mit den Nutzern und der "Stiftung Berliner Schloss" soll der neue Projektleiter ein Konzept für den zentralen Veranstaltungsort entwickeln. Es soll bis zur Grundsteinlegung im Sommer 2013 vorliegen. Außerdem ist es Hellers Aufgabe, Bedeutung und Chancen des Humboldtforums noch besser als bisher der Öffentlichkeit zu vermitteln.  

Unterstützt wird Heller dabei von einem internationalen Beraterkreis. Die ehrenamtlich tätigen Beraterinnen und Berater sollen zwei Mal im Jahr zusammenkommen und die Arbeit des Projektleiters kritisch und konstruktiv begleiten. Folgende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Kulturexpertinnen und -experten gehören dem Beraterkreis an:

  • Arjun Appadurai, Professor für Medien, Kultur und Kommunikation an der New School in New York City,
  • Okwui Enwezor, Dekan und Vizepräsident des San Francisco Art Institute,
  • Jürgen Flimm, Intendant der Berliner Staatsoper Unter den Linden,
  • Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts,
  • Wolf Lepenies, Professor (em.) für Soziologie an der FU Berlin und ehemaliger Rektor des Wissenschaftskollegs zu Berlin,
  • Jette Sandahl, Direktorin des Museums von Kopenhagen,
  • Bernd M. Scherer, Intendant des Hauses der Kulturen der Welt, Berlin,
  • Hortensia Völckers, Vorstand und Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung.

Der Deutsche Bundestag hat im Dezember 2007 beschlossen, das historische Berliner Schloss wieder zu errichten und dort das Humboldt-Forum unterzubringen. Im Humboldt-Forum sollen Bestände des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin untergebracht werden. Weitere Nutzer sind die Humboldt-Universität und die Zentral- und Landesbibliothek Berlin. Die Präsentation der Weltkulturen soll nicht rein museal und rückwärtsgewandt erfolgen, sondern insbesondere in der „Agora“, dem Veranstaltungszentrum des Humboldtforums, aktuell und gegenwartsbezogen. Wiederaufgebaut werden soll das Schloss nach einem  Entwurf des italienischen Architekten Franco Stella, der wie vom Bundestag vorgegeben die Wiederherstellung von drei barocken Fassaden vorsieht. www.sbs-humboldtforum.de

Montag, 20. Dezember 2010

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