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Stadtentwicklung

Politik für Stadt und Land

Wie sieht die aktuelle Situation deutscher Städte aus? Vor welchen Herausforderungen stehen sie? Welche Aktivitäten zeigt der Bund bei der Stadtentwicklungspolitik? Der "Stadtentwicklungsbericht 2012" gibt Antworten.

Alle vier Jahre über die Stadtentwicklung in Deutschland berichten - dazu hatte der Deutsche Bundestag die Bundesregierung im Jahr 2005 aufgefordert. Mit dem "Stadtentwicklungsbericht 2012" kommt die Bundesregierung dieser Aufforderung nach. Der Bericht "Stadtentwicklungspolitik: Politik für Stadt und Land" beschreibt, dokumentiert und benennt:

  • die aktuelle Situation deutscher Städte und Stadtregionen,

  • die Aktivitäten des Bundes in der Stadtentwicklungspolitik und

  • die Herausforderungen, vor denen Städte und Stadtentwicklungspolitik stehen.

Die neue Attraktivität großer Städte

Die meisten deutschen Großstädte verzeichnen seit etwa einem Jahrzehnt steigende Einwohner zahlen. Dieses Bevölkerungswachstum beruht durchgängig auf Wanderungsgewinnen - immer mehr Menschen zieht es in die Stadt. Der Geburtensaldo dagegen ist nach wie vor negativ: es sterben mehr Menschen, als geboren werden.

In vielen Großstädten hat der Zuzug bereits dazu geführt, dass es zu Engpässen auf dem Wohnungsmarkt kommt und Mieten somit steigen. Betroffen sind vor allem einkommensschwächere Haushalte: Sie sammeln sich in sozial benachteiligten Quartieren mit niedrigem Mietpreisniveau.

Die zunehmende Vielfalt der Gesellschaft verändert Städte und Gemeinden. Im Jahr 2012 lebten mehr als 16 Millionen Personen mit Migrationshintergrund in Deutschland - das sind fast zwanzig Prozent der Gesamtbevölkerung. In vielen Großstädten ist dieser Anteil deutlich höher.

Großstädte, Metropolregionen und Ballungsräume beanspruchen Ressourcen in einem hohen, vielfach natur- und umweltbelastenden Ausmaß. Es entsteht ein großer Teil an Treibhausgasen, die es zu reduzieren gilt.

Stadtentwicklungspolitik als nationale Herausforderung

Die Bundesregierung unterstützt Städte und Gemeinden dabei, demografische Veränderungen, soziale Polarisierung, den Klimawandel und dessen Auswirkungen zu bewältigen. Die Nationale Stadtentwicklungspolitik ist eine gemeinsame Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen. Ihr wichtigstes Instrument ist die Städtebauförderung.

Im Mittelpunkt der Städtebauförderung stehen Programme zur sozialen Stadtentwicklung, zum Stadtumbau, zur Zentren-Entwicklung und zum städtebaulichen Denkmalschutz. Neu hinzugekommen ist das Städtebauförderungsprogramm "Kleinere Städte und Gemeinden", das im Rahmen der Initiative Ländliche Infrastruktur initiiert wurde.

Die Städtebauförderung hat sich seit über 40 Jahren als äußerst wirksames Instrument bewährt. Mit rund 14 Milliarden Euro Bundesmitteln konnten über 6.800 Städtebaufördermaßnahmen in 4.400 Städten und Gemeinden unterstützt werden. Für das Jahr 2012 stellte der Bund weitere 455 Millionen Euro für die Städtebauförderung bereit.

Mittwoch, 17. Juli 2013

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