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Cloud Computing

Quelloffen in der Wolke arbeiten

Datensicherheit ist ein wichtiges Thema. Denn wir wissen immer weniger, wo unsere Daten gespeichert werden. Das Bundeswirtschaftsministerium hat daher ein Pilotprojekt zur Datenschutz-Zertifizierung von so genannten Cloud-Diensten gestartet.

Auf einem Smartphone ist die Einstellung Mobile Daten zu sehen.Smartphone,Daten,Cloud-Computing,Cloud,Computing,Wolke,Datenwolke,Handy,Smartphone Mit der Wolke verbunden Foto: Bundesregierung/Tybussek

Für Betriebe ändert sich derzeit die Arbeit am Computer. Arbeiteten die Beschäftigten in der Vergangenheit mit groß dimensionierten Servern und großen Datenspeichern, so können sie heute das so genannte Cloud Computing nutzen.

Alle Daten in der Cloud

Cloud Computing bedeutet, dass nicht jedes Unternehmen die benötigte Hard- und Software anschaffen muss. Die Anwendungen und Daten befinden sich nicht mehr auf dem lokalen Rechner oder im Firmenrechenzentrum, sondern in einer metaphorischen Wolke. Das sind Server, die irgendwo auf der Welt stehen und über das Internet mit dem Nutzer verbunden sind.

Damit sinken die Investitionskosten in Datentechnik, denn bezahlt wird nur noch die in Anspruch genommene Dienstleistung. Viele Firmen speichern ohnehin nur kurzzeitig große Datenmengen oder benötigen ein Programm nur einmal im Jahr. In diesem Fall zahlen sie nur Gebühren für die tatsächliche Nutzung.

Vertrauen in die Wolke

Das Bundeswirtschaftsministerium hat im Rahmen des Technologieprogramms "Trusted Clouds" ein Pilotvorhaben zur Datenschutz-Zertifizierung von Cloud-Diensten gestartet. Darin arbeiten mehrere Datenschutzbehörden, Anbieter und Anwender von Cloud-Diensten sowie IT-Unternehmen zusammen.

Vorbereitung der Wartungsarbeiten im STRATO Rechenzentrum: Eine STRATO Mitarbeiterin entnimmt einen Server aus einem Rack. Stichwörter: Rechenzentrum, Server, Green-IT, Serverrack, Wartung, Serverraum, Cloud Computing, Cloud IT, Computerwolke, … Bild vergrößern Eigene Server nicht mehr notwendig Foto: picture-alliance/ obs

Für die Wahl eines Anbieters von Cloud-Diensten ist es entscheidend, ob und wie die Daten gesichert sind. Der Auftraggeber kann selbst allerdings kaum überprüfen, ob die Daten vor fremden Zugriffen geschützt sind. Deshalb soll in dem Pilotprojekt ein Zertifizierungsverfahren entwickelt werden.

Jeder Anbieter von Cloud-Diensten muss laut deutschem und europäischem Datenschutzrecht nachweisen, dass datenschutzrechtliche Anforderungen gewährleistet sind. Dazu gehören auch technische Maßnahmen.

In dem Pilotprojekt wird ein Zertifikat erarbeitet, dass die Gewährleistung der datenschutzrechtlichen Anforderungen durch den Cloud-Anbieter bestätigt. Vergeben werden soll das Zertifikat dann durch eine fachlich geeignete und unabhängige Zertifizierungsstelle.

Das Technologieprogramm "Trusted Cloud" hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im September 2010 als Technologiewettbewerb gestartet. Für 14 Projekte steht ein Fördervolumen von rund 50 Millionen Euro zur Verfügung. Durch Eigenbeiträge der Projektpartner liegt das Gesamtvolumen von "Trusted Cloud" bei rund 100 Millionen Euro.

Kostenlos Software nutzen

Ein weiterer neuer Trend im Bereich der Kommunikationstechniken ist mit dem englischen Begriff "Open Source" umschrieben. Übersetzt bedeutet das "quelloffen", das heißt: Computerprogramme dürfen kostenlos genutzt, weitergegeben und verändert werden.

Abgesehen von der Kosteneinsparung bei der Programmbeschaffung ist dies attraktiv, da Verbesserungen, Anpassungen und Fehlerbeseitigungen am Programm allen Nutzern zugutekommen. Verbesserungen können dem Hersteller dann vom Nutzer empfohlen und im bestmöglichen Fall bei einer neueren Programmversion berücksichtigt werden.

Peter Ganten, Geschäftsführer der Univention GmbH. Bild vergrößern Peter Ganten Foto: Univention GmbH

Interview mit Peter Ganten, Vorsitzender der Open Source Business Alliance und Geschäftsführer der Bremer Univention GmbH

Peter Ganten erläutert die Begriffe Open Source und Cloud Computing. Er erläutert, was auf diesem Gebiet noch zu tun ist.

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Die große Frage für Unternehmen ist aber, ob sie solchen Programmen trauen können. 190 Organisationen und Unternehmen haben sich daher zum Netzwerk "Open Source Business Alliance" zusammengeschlossen. Ziel des Netzwerks ist es, Open Source Software und andere Formen offener Zusammenarbeit erfolgreicher zu machen. Der Verein bildet eine Gemeinschaft aus Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung, kleineren und mittleren Unternehmen und führenden IT-Unternehmen.

Die Bündelung der Kräfte verschafft der Open-Source-Szene in Deutschland ein größeres Gewicht. Vor allem will sie das Vertrauens von Industrie und Verwaltung in Open-Source-Software stärken. Was für Einzelpersonen heute fast selbstverständlich ist - die Nutzung kostenfreier Angebote wie Google, Firefox oder Wikipedia - könnte künftig auch für Unternehmen selbstverständlich werden.

Montag, 25. November 2013

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