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Grippeschutz

Rechtzeitig impfen und auf Hygiene achten

Alle Jahre wieder: Winterzeit bedeutet auch Grippezeit. Mehr als die Hälfte der bislang nachgewiesenen Grippeviren sind Schweinegrippe-Viren. Darauf hat das Robert-Koch-Institut hingewiesen.

Eine Patientin lässt sich gegen Grippe impfen. Grippeschutz durch Impfung Foto: picture-alliance / ZB

Dennoch besteht kein Grund zur Panik. Im Vergleich zu anderen saisonalen Grippeviren scheint der H1N1-Virus weniger gefährlich zu sein als die saisonale Grippe. Während der Schweinegrippe-Pandemie 2009 sind in Deutschland rund 250 Menschen an der Infektion gestorben. An der saisonalen Grippewelle sterben dagegen im Durchschnitt mehrere Tausend Menschen. Die Zahl der Todesfälle kann aber von Jahr zu Jahr stark schwanken. Gefährlich wird es, wenn sich das Virus verändert. Dafür gibt es nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bislang keine Hinweise, weder in Deutschland noch weltweit.

Impfschutz überprüfen

Der beste Schutz bleibt die Grippe-Impfung, in der auch eine Komponente gegen Schweinegrippe enthalten ist. Bis ein vollständiger Impfschutz aufgebaut ist, dauert es 14 Tage. Impfen lassen sollten sich Menschen, die älter sind als 60 Jahre, Patienten mit chronischen Erkrankungen, Krebskranke oder einer Immunschwäche sowie Schwangere ab dem vierten Schwangerschaftsmonat. Auch für medizinisches Personal wird das Impfen empfohlen.

Rechtzeitig zum Arzt gehen

Kommt es doch zu einer Influenza-Infektion, zeigt sie sich in der Regel durch plötzlich auftretendes hohes Fieber über 39 Grad Celsius, Schüttelfrost, Muskelschmerzen, Schweißausbrüche, allgemeine Schwäche, Kopf- und Halsschmerzen, Schnupfen und trockenen Reizhusten. In der Folge kann es zu zusätzlichen Infektionen wie Lungenentzündungen kommen, die zum Tode führen können. Manche Menschen haben dagegen kaum Symptome. Wer die typischen Grippe-Symptome bei sich feststellt, sollte frühzeitig zum Arzt gehen, körperliche Belastungen vermeiden und strenge Bettruhe einhalten.

Persönlicher Infektionsschutz: Hygiene

Neben der Impfung verringert Hygiene effektiv die Verbreitung von Krankheitserregern. Häufiges und richtiges Händewaschen sowie richtiges Husten und Niesen in die Armbeuge oder ein Einmaltaschentuch sind jetzt besonders wichtig: zum eigenen Schutz, aber auch als Vorsorge für andere Personen, insbesondere Säuglinge und chronisch Kranke.

Hände waschen

Viele Krankheitserreger wie die Atemwegsviren verbreiten sich über Tröpfchen, die beim Sprechen, Husten und Niesen entstehen. Viren und Bakterien können aber auch von verschmutzten Flächen wie Türklinken über die Hände an Mund, Nase oder Augen anderer gelangen und so übertragen werden. Regelmäßiges Händewaschen hilft, die Infektionsraten von Lungenentzündungen um die Hälfte, die von Durchfallerkrankungen um ein Drittel zu reduzieren.

Kinder und Jugendliche sind besonders häufig von Infektionskrankheiten betroffen. Zugleich tragen Kinder und Jugendliche damit in erheblichem Maße zur schnellen Verbreitung von Infektionen bei. Eltern sollten ihren Kindern daher möglichst frühzeitig vermitteln, wie wichtig Hygiene im Alltag ist.

Donnerstag, 6. Januar 2011

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