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Rede von Kulturstaatsminister Bernd Neumann zur Eröffnung der Tagung „Kultur und Identität / deutsch-jüdisches Kulturerbe im In- und Ausland“

Redner:
Bernd Neumann
Gehalten:
Dienstag, 25. Oktober 2011
Ort:
Centrum Judaicum Berlin

In seiner Rede wies Staatsminister Bernd Neumann auf das Anliegen der Tagung und des Forschungsprojektes hin, den jüdischen Anteil an der deutschen Geschichte nicht auf die beispiellosen Verbrechen des Holocaust zu reduzieren, sondern das reichhaltige deutsch-jüdische Kulturerbe zu beleuchten und zu würdigen. Weiter ging er auf die Themen NS-Raubkunst, Provenienzforschung und die Gedenkstättenkonzeption des Bundes ein.

- Es gilt das gesprochene Wort. -

Anrede,

vor fast genau einem halben Jahr, am 13. April, war ich das letze Mal hier, im Centrum Judaicum in der Neuen Synagoge in der Oranienburger Straße. Damals wurden feierlich 13 Bücher an die Jüdische Gemeinde zurückgegeben, die von den Nationalsozialisten geraubt worden waren. Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin hatte diese Bücher im Rahmen eines Forschungsprojekts wieder aufgefunden, das zum großen Teil von der Arbeitsstelle für Provenienzrecherche/-forschung finanziert wurde, die mein Haus gemeinsam mit der Kulturstiftung der Länder trägt.

Für mich war dies ein sehr bewegender Termin, denn gerade die Alltäglichkeit dieser Bücher – es handelte sich unter anderem um Schulbücher, Jugendalmanache und pädagogische Literatur – machte mir einmal mehr bewusst, wie sehr das jüdische Leben Teil der Kultur in Deutschland war – und wie schmerzlich sein Verlust ist. Ich habe im Anschluss damals auch die vom Centrum Judaicum erarbeite Ausstellung zur Geschichte des Berliner Kunsthandels im Nationalsozialismus besucht, die mein Haus über den Hauptstadtkulturfonds gefördert hat. Auch sie machte deutlich: Wir müssen noch viel forschen und arbeiten, um Licht in das dunkle Kapitel NS-Raubkunst zu bringen.

Es geht ja nicht nur darum, Kunstgegenstände zurückzugeben, es geht vor allem auch darum, dass mit diesen Dingen Familiengeschichten und eine ganz eigene bürgerliche Kultur und Lebenswelt verbunden sind, die brutal zerstört wurden. Rückgaben können keine Wiedergutmachung sein – nichts und niemand kann das erlittene Unrecht und die unmenschlichen Gräuel des Holocausts wieder gut machen. Es geht auch nicht in erster Linie um den materiellen Wert von Gemälden, Büchern, Briefen oder Urkunden, sondern um die unschätzbare emotionale Bedeutung, die diese Dinge für die Erinnerung an das Schicksal von Personen, Familien und Gemeinden besitzen.

Restitution bedeutet, nicht zu vergessen, dass die Geschichte der geraubten Kunstwerke immer auch die Geschichte von Menschen ist, die verfolgt, gedemütigt, vertrieben oder ermordet wurden. Daraus, meine Damen und Herren, aus der Singularität des Holocausts, leitet sich eine moralische Verpflichtung ab, die niemals verjähren kann. Ich sage es ganz deutlich: Es wird für Deutschland keinen Schlussstrich unter die Suche nach NS-Raubkunst und unter deren Restitution geben – daran gibt es nichts zu deuten!

Im Jahr 2008 habe ich die Arbeitsstelle Provenienzrecherche/-forschung eingerichtet, die Museen, Bibliotheken und Archive dabei unterstützt, Kulturgüter zu identifizieren, die in der NS-Zeit den rechtmäßigen Eigentümern entzogen wurden. Sie erhält jährlich eine Million Euro aus meinem Haushalt und zusätzlich 200.000 Euro durch die Kulturstiftung der Länder. Bislang wurden insgesamt 87 Forschungsvorhaben gefördert.

Wer sich jetzt immer noch dem Auftrag der Provenienzrecherche mit dem Vorwand fehlender Mittel entzieht, muss sich über kurz oder lang Fragen zu seinem moralischen Verantwortungsbewusstsein gefallen lassen – niemand kann guten Gewissens Kulturgut unklarer Provenienz in seiner Sammlung dulden!

Dabei ist es unsere Überzeugung, dass die Klärung der Provenienz eines Kunstwerks nur der erste Schritt eines jeden Restitutionsverfahrens ist. Der weitaus sensiblere ist der zweite Schritt: die Suche nach fairen und gerechten Lösungen. Dies kann aus meiner Sicht nur heißen: Jede Form der fairen und gerechten Lösung kann nur an die prinzipielle Bereitschaft zur Rückgabe anknüpfen. Verjährung kann es nicht geben. Verfügungsbeschränkungen sind unvorstellbar.

Der überwiegende Teil der Museen befindet sich in der Verantwortung und Zuständigkeit von Ländern und Kommunen – die diese Verantwortung auch wahrnehmen müssen.

Ich habe keinen Einfluss auf die Ländereinrichtungen, doch halte ich es für eine gute Idee, in Zweifelsfällen immer die Beratende Kommission anzurufen, die wir – daran möchte ich hier erinnern! – ja auch in Abstimmung mit den Ländern und den kommunalen Spitzenverbänden eingesetzt haben. Ich werbe aus Erfahrung und Überzeugung dafür, die Kommission so oft es nur geht an der Suche nach fairen und gerechten Lösungen zu beteiligen – und ich werde dies bei Bundeseinrichtungen auch immer durchsetzen.

Lieber Herr Schoeps, Sie haben mich sofort überzeugt, als Sie mir im Sommer vergangenen Jahres das Forschungsprojekt zum deutsch-jüdischen Kulturerbe im In- und Ausland vorstellten. Wir haben das Projekt mit (über 100.000 Euro) gefördert, denn es ist mehr als überfällig, den jüdischen Beitrag zur deutschen und europäischen, ja weltweiten Kultur zu erforschen und zu würdigen.

Wer könnte sich die Literatur unseres Landes vorstellen ohne Ludwig Börne, Alfred Döblin, Arthur Schnitzler, Elias Canetti, Else Lasker-Schüler, Franz Kafka, Karl Kraus, Kurt Tucholsky, Lion Feuchtwanger, Paul Celan, Stefan Zweig oder Marcel Reich-Ranicki? In der Bildenden Kunst denke ich an Marc Chagall, Max Liebermann, Oskar Kokoschka und Felix Nußbaum und bei der Musik an Gustav Mahler, Arnold Schönberg, Erwin Schulhoff und Jehudi Menuhin.


Theodor W. Adorno, Albert Einstein, Ernst Cassirer, Hannah Arendt, Paul Ehrlich und Martin Buber haben die Wissenschaft in ihren Disziplinen entscheidend geprägt und vorangebracht. Für Film und Bühne fallen mir Max Reinhardt, Therese Giehse, Fritz Kortner, Ernst Lubitsch oder Billy Wilder ein. Auch die Geschichte unserer großen Kultureinrichtungen ist untrennbar mit den Namen jüdischer Industrieller und Mäzene verbunden.

So hat Eduard Arnhold dem preußischen Staat vor hundert Jahren die Villa Massimo in Rom geschenkt, unsere nationale Kunstakademie in Rom, für die nun mein Haus zuständig ist. James Simon hat ein Vermögen in die Grabungen und Forschungen investiert, die heute ein wesentliches Fundament der Stiftung Preußischer Kulturbesitz darstellen.

Heinz Berggruen schließlich bereicherte als großer Sammler und Mäzen Berlin um eine einzigartige Kollektion, die in Charlottenburg ihr eigenes Haus besitzt, das derzeit vom Bund erheblich erweitert wird.

Diese wenigen Beispiele zeigen schon, welch‘ ein immenses Spektrum die Tagung und das Potsdamer Projekt abdecken wollen: Von Kunst und Kultur bis zu den Errungenschaften in Wirtschaft und Wissenschaft.


Deutschland ist gleichermaßen das Land von Goethe und Schiller, wie es auch das Land von Heine und Mendelssohn-Bartholdy ist. Es gibt keinen besseren Ort in Deutschland, als das Moses-Mendelssohn-Zentrum an der Universität Potsdam, um sich der Gesamtheit des deutsch-jüdischen Kulturerbes zu widmen. Mit seinem Ansatz, gleichermaßen Geschichte, Religion und Kultur der Juden und des Judentums in den Ländern Europas zu erforschen, steht es bundesweit einmalig dar.

Dabei wird besonderer Wert auf die Beziehungsgeschichte von Juden und nicht-jüdischer Umwelt gelegt, also auch auf die gesellschaftliche Integration. Mit Ihren Projekten leisten Sie einen einzigartigen kulturellen Beitrag, lieber Professor Schoeps!

Meine Damen und Herren,
wie notwendig eine gründliche Würdigung des deutsch-jüdischen Kulturerbes ist, wurde mir schon vor zwei Jahren deutlich, als Frau Kahn-Strauß und Herr Dr. Mecklenburg vom Leo-Baeck-Institut in New York  mich im Bundeskanzleramt besuchten. Sie haben mir sehr eindrücklich geschildert, dass viele der jüdischen Amerikaner mit deutschen Wurzeln unser Land heute mit anderen Augen sehen. 20 Jahre nach der Deutschen Einheit habe sich Deutschland zu einem weltoffenen und kulturell geschätzten Land entwickelt – dies werde nicht nur in den USA, sondern auch in Israel so gesehen.

Meine Damen und Herren,
Sie werden mich verstehen, wenn ich sage: Solche Sätze haben mich gefreut!
Dennoch: Dem Erinnern an die Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes und dem Gedenken an seine Opfer kommt in der deutschen Erinnerungskultur nach wie vor eine unvergleichlich hohe Bedeutung zu – jetzt und für alle Zeiten. Es bleibt ständige Aufgabe, die Erinnerung an die Terrorherrschaft des Nationalsozialismus und den Holocaust wachzuhalten, Kausalitäten zu benennen und Schuld einzugestehen.

Es sind vor allem die Zeitzeugen, die eine Brücke in die Vergangenheit geschlagen haben. Ich treffe mich mindestens einmal im Jahr mit Zeitzeugen, die in Konzentrationslagern gelitten haben. Diese Treffen bewegen mich stets sehr. Ich bin überzeugt: Ohne sie wird es viel schwerer, gerade der jungen Generation begreiflich zu machen, welche Folgen Verblendung, Intoleranz, Hass und Kriegstreiberei haben – und wie wichtig Zivilcourage und Mut sind. Da die Zeitzeugen eines Tages verstummt sein werden, müssen wir die authentischen Orte erhalten. Sie sind für Deutschland unverzichtbar.

Diese authentischen Orte nehmen einen zentralen Platz in der Gedenkstättenkonzeption des Bundes ein; für deren Erhaltung und Pflege wir die Mittel um 50 % erhöht haben. Dies kommt auch der pädagogischen Vermittlungsarbeit in den Gedenkstätten zugute. Wir haben die vier großen westdeutschen KZ-Gedenkstätten Bergen-Belsen, Neuengamme, Flossenbürg und Dachau 2009 in die institutionelle Förderung übernommen. Dazu kommen das Haus der Wannsee-Konferenz, die „Gedenkstätte Deutscher Widerstand“ sowie die Stiftung „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“, die hier in Berlin eng vernetzt zusammenarbeiten.

Seit rund zwei Jahren werden verstärkt auch Dokumentationsstätten an so genannten Täterorten gefördert, die sich mit dem Entstehen des nationalsozialistischen Terrors, seiner Ideologie und seinen Akteuren auseinandersetzen. Ich nenne nur die Topographie des Terrors in Berlin, die Erinnerungs- und Dokumentationsstätte Wewelsburg in der Eifel, die Firma Topf & Söhne in Erfurt oder das NS-Dokuzentrum in München, das derzeit auf dem Gelände der ehemaligen NSDAP-Reichsleitung entsteht.

Meine Damen und Herren,
gestern Abend haben wir gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel das 10-jährige Jubiläum des Jüdischen Museums Berlin gefeiert. Vor zehn Jahren, im August 2001, schuf der Deutsche Bundestag die gesetzlichen Rahmenbedingungen dafür, dass das Museum als Bundesstiftung mit eigenem Personal und eigenem Haushalt ausgestattet wurde.

Es ist seither – neben dem Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn und dem Deutschen Historischen Museum in Berlin – das dritte große Geschichtsmuseum des Bundes. Das Jüdische Museum widmet einen Teil seiner Ausstellung der Verfolgung und Ermordung jüdischer Bürger. Sein Auftrag geht aber weit darüber hinaus.

Das Museum offenbart sehr anschaulich welch‘ fruchtbares Zusammenwirken es in den vielen Jahrhunderten jüdischer Geschichte in Deutschland gegeben hat, wie reichhaltig der Beitrag von Juden zu Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Politik dieses Landes gewesen ist und was hiervon fortwirkt.

Das JMB mit mehr als 700.000 Besuchern jährlich ist dabei weit mehr als ein Museum, das mit seinen Ausstellungen einen einzigartigen Überblick über die jüdisch-deutsche Geschichte ermöglicht. Es ist ein Ort der Begegnung, der Wissenschaft und des gesellschaftlichen Dialogs. Das Jüdische Museum Berlin steht damit auch für das lebendige Miteinander von Juden und Nicht-Juden in unserem Land.

Meine Damen und Herren,
die schmerzhafte Vergegenwärtigung des immensen, unwiederbringlichen menschlichen und kulturellen Verlustes gehört zu den stärksten Eindrücken, die man als Besucher des Jüdischen Museum Berlin erhält. Umso dankbarer dürfen wir für die vielfältigen Zeichen wiedererstarkenden jüdischen Lebens in Deutschland sein und umso mehr wollen wir diese als Bundesregierung nach Kräften unterstützen.

Meine Damen und Herren,
eine der wichtigsten Trägerinnen der Kultur ist die Sprache. Wilhelm von Humboldt drückte es einmal so aus: „Die wahre Heimat ist eigentlich die Sprache. Sie bestimmt die Sehnsucht danach, und die Entfernung vom Heimischen geht immer durch die Sprache am schnellsten“. Viele jüdische Schriftsteller, Dichter und Autoren wurden gewaltsam aus dieser Heimat vertrieben und mussten Zuflucht im Exil suchen. Einige von Ihnen kehrten nach dem Krieg zurück wie die 1901 in Cernowitz  geborene und 1988 in Düsseldorf gestorbene Dichterin Rose Ausländer.

Sie hielt trotz der Auslöschung ihrer Familie durch die Nationalsozialisten an der deutschen Sprache fest, so wie Else Lasker-Schüler, so wie Paul Celan, wie alle deutschsprachigen Dichter des Exils im 20. Jahrhundert. Doch nicht nur Literaten, auch viele Komponisten haben Deutschland verlassen.  Lieber Herr Professor Nemtsov, zum Abschluss des heutigen Abends werden wir durch Sie die Musik von Jacob Schönberg kennenlernen, der aus Fürth stammte. Auch er floh 1939 in die USA und gilt seitdem als fast vergessener Komponist.

Schönbergs Nachlass in New York enthält Werk-Manuskripte von außerordentlicher musikalischer Qualität, wie Sie herausgefunden haben – und wir freuen uns, dass Sie dieses Werk wissenschaftlich erforschen und auch musikalisch zu Gehör bringen. Ich finde es außerordentlich wichtig, dass das deutsch-jüdische Kulturerbe nicht nur untersucht, sondern auch wiederbelebt wird.

Zusammen mit meinem Haus haben Sie, lieber Professor Nemtsov, die Idee zur Gründung eines Abel Ehrlich Instituts zur systematischen wissenschaftlichen Aufarbeitung der deutsch-jüdischen Musik entwickelt und von uns Unterstützung für Ihre Forschung erhalten. So wird unter anderem der Nachlass von Abel Ehrlich in der Akademie der Künste hier in Berlin systematisch erkundet und auch wieder ein Teil unserer Musiktradition.

Meine Damen und Herren,
jüdische Künstler aller Sparten sind damals ins Exil gegangen. Unser Land hat deshalb eine besondere, aus der Geschichte erwachsene Verantwortung, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, es darzustellen und zu erforschen.

Mit dieser wichtigen Thematik beschäftigt sich von den mit Bundesmitteln finanzierten Einrichtungen bereits die Deutsche Nationalbibliothek mit ihren „Exilsammlungen“ sowie das Deutsche Literaturarchiv Marbach. Für 2012 plant die Nationalbibliothek anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens eine größere Ausstellung, die auch das Material des Archivs des deutschen Exil-PEN heranziehen wird, das sich seit längerem in Frankfurt befindet.

Wir wollen die zahlreichen bereits vorhandenen Aktivitäten in Deutschland vernetzen. So könnte die Deutsche Nationalbibliothek – auch unter Einbeziehung ihres Musikarchivs – zu einem Zentrum der Künstler im Exil werden, das seinerseits auf die anderen Stätten des Gedenkens und Erinnerns verweist. Auf der Tagung, die wir heute Abend eröffnen, wird sich Professor Hessing dieses wichtigen Themas annehmen.

Meine Damen und Herren,
viele deutsche Juden fanden einst in Shanghai, in Süd- und Nordamerika, in Kanada, Australien und in vielen Staaten Europas – und ganz besonders natürlich in Palästina – Zuflucht. Ihr Verlust war für Deutschland auch ein großer kultureller Aderlass.
Wir müssen allen Staaten und Nationen dankbar sein, die den deutschen und europäischen Juden Zuflucht gewährten.

Die Bundesrepublik Deutschland ist nun selbst Zufluchtsstätte für bedrängte Künstler aus anderen Ländern und Regionen geworden – ob nun aus China, den arabischen Ländern oder aus dem östlichen Europa. Erst kürzlich konnte ich auf einer Veranstaltung des PEN Liao Yiwu sprechen, der uns in seinen Werken die Schrecken von Verfolgung, Haft und Exil erschütternd vor Augen führt.

Deutschland will heute ein Land der Zuflucht sein für Künstler, die in ihren Heimatländern verfolgt werden. Darum stellt mein Haus jährlich 320.000 Euro für das „writers in prison“-Programm des PEN zur Verfügung. Das „writers in prison“- Komitee des PEN wurde 1960 als Reaktion auf die bedrohlich wachsende Zahl der Länder gegründet, die versuchen, Schriftsteller durch Repressionen mundtot zu machen.

Besonders Deutschland, das in seiner Vergangenheit Künstler verfemt und verfolgt hat, trägt nicht nur eine lebendige Erinnerung daran, sondern auch besondere Verantwortung.

Meine Damen und Herren,
ich danke Ihnen allen, dass Sie der Einladung zu dem heutigen Abend und zu der Konferenz gefolgt sind. Ich wünsche Ihnen, lieber Professor Schoeps, gutes Gelingen bei Ihrem großartigen Vorhaben.

Dienstag, 25. Oktober 2011

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