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Raumfahrtstrategie

Schlüsseltechnologie Raumfahrt

"Jede Ariane-Trägerrakete startet mit wichtigen Baugruppen aus Deutschland", betonte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle. Deutsche Satellitentechnologie und deutsche Weltraumwissenschaftler sind mit an der Weltspitze. Deutschland soll diese Spitzenposition in der Raumfahrt behalten und fortentwickeln.

Mitarbeiter des Raumfahrtunternehmens führen an einem der Module des zweiten unbemannten Raumtransporters diverse Messungen durch. Wichtiger Bestandteil der Hightech-Strategie der Bundesregierung Foto: picture alliance / dpa

Das ist das Ziel der neuen Raumfahrtstrategie, die das Bundeskabinett beschlossen hat. Die Raumfahrtstrategie der Bundesregierung bildet die Grundlage für künftige deutsche Aktivitäten in der Raumfahrt. 

"Mit der neuen Strategie unterstreicht die Bundesregierung die große Bedeutung der Schlüsseltechnologie Raumfahrt für die Zukunft unseres Landes", so Brüderle.

Die Kernaussage der neuen Raumfahrtstrategie lautet: Raumfahrttechnologien können Lösungen für die zentralen Herausforderungen der Zukunft wie Klimaschutz, Mobilität, Kommunikation und Sicherheit bieten.

Raumfahrt schafft attraktive Arbeitsplätze

Die Raumfahrttechnologie ist auch von zentraler Bedeutung für den Industrie- und Innovationsstandort Deutschland. "In der Raumfahrtindustrie entstehen hochattraktive Arbeitsplätze mit hohem Marktpotenzial", unterstrich Brüderle. Mit einem Umsatz von fast zwei Milliarden Euro und etwa 6.200 Beschäftigten im Jahr 2009 stellt Deutschland hinter Frankreich die zweitgrößte Raumfahrtindustrie in Europa.

Zudem sieht die Strategie eine intensive internationale, vor allem europäische Zusammenarbeit vor. Die Anforderungen in der Raumfahrt seien hochkomplex und könnten nur in internationaler Zusammenarbeit geleistet und finanziert werden, so der Bundeswirtschaftsminister.

Für die Menschen ins All

Für die Bundesregierung stehen Anwendungen und der konkrete Nutzen für die Menschen im Mittelpunkt der Raumfahrtpolitik. Raumfahrt muss sich daran messen lassen, ob für die hohen Aufwendungen ein angemessener wissenschaftlicher, gesellschaftlicher oder kommerzieller Nutzen erwartet werden kann. „Für die Menschen ins All“ – so lautet die Devise für Rainer Brüderle.

Der Kabinettbeschluss setzt die Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag um, innerhalb eines Jahres die deutsche Raumfahrtstrategie weiterzuentwickeln.

Entscheidend für den konkreten Nutzen der Raumfahrt ist, dass sich die Raumfahrttechnologie seit der Mondlandung vom Werkzeug der Forscher zunehmend zu einem Schlüsselwerkzeug der modernen Industrie- und Informationsgesellschaft entwickelt hat. Nahezu jedes Unternehmen und jeder Bürger nutzt heutzutage Technologien und Dienste, die auf Raumfahrtanwendungen basieren: Fernsehen via Satellit ist eine alltägliche Selbstverständlichkeit; Kommunikationssatelliten verbinden Menschen weltweit; Satellitennavigationssysteme ermöglichen eine moderne Verkehrsplanung und Logistik; Erdbeobachtungssatelliten eröffnen neue Dimensionen in der Klimaforschung, in der Städte- und Raumplanung sowie bei der Prävention und Bewältigung von Krisen und Katastrophensituationen.

Dienstag, 30. November 2010

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